Mi, 14. November 2018

Rechnung über 400 Euro

05.09.2018 10:10

Verbraucherschutzministerin tappt in Roaming-Falle

In Deutschland ist ausgerechnet Verbraucherschutzministerin Katarina Barley in eine Kostenfalle bei den EU-Regeln fürs grenzüberschreitende Telefonieren und Surfen getappt. Sie bekam eine Rechnung über rund 400 Euro. Nun macht sie sich für Korrekturen stark.

Zwar kostet EU-weit das Telefonieren vom EU-Ausland nach Hause im Urlaub inzwischen genauso so viel wie im Inland. „Aber das gilt nicht für das Telefonieren von zu Hause in ein anderes EU-Land.“ Das könne dann sehr teuer werden. „Hier ist Aufklärung wichtig“, sagte Barley der dpa.

Barley telefoniert viel in die Niederlande, seitdem sie mit dem Basketball-Trainer Marco van den Berg liiert ist, der in Amsterdam arbeitet und zuvor den Zweitligisten Römerstrom Gladiators Trier trainiert hatte. Wenn Barley aber von ihrer Heimat Trier etwa ins wenige Kilometer entfernte Luxemburg fahren und von dort aus in den Niederlanden anrufen würde, wäre es weit billiger für sie. Oder wenn sie eine SIM-Karte auch eines Anbieters aus einem anderen EU-Land hätte - aber damit würde sich die Ministerin in einer Grauzone bewegen.

„Noch nicht ausgereift“
Die Aufklärungspflichten für die Telekommunikationsdienstleister hält Barley für noch nicht ausgereift. „In einem Europa, das vom Austausch lebt, und wo man möchte, dass Menschen auch mal in anderen Ländern leben, ist es wichtig, dass die Menschen auch vernünftig miteinander kommunizieren können.“

Vorsicht bei Kreuzfahrten
Ein weiteres Problem sei, dass viele Nutzer zum Beispiel nicht wissen, dass bei einer Schiffsreise im Urlaub - etwa von Genua nach Sizilien - die Roaming-Regeln mit den gleichen Kosten wie zu Hause nicht gelten. Diese gelten nur für Surfen im Internet und Telefonieren auf dem Land (terrestrische Verbindungen), nicht aber auf See. Hier drohen ebenfalls Zusatzkosten.

 krone.at
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