Fr, 19. Oktober 2018

Rapids Knasmüllner

29.07.2018 06:53

„Will nicht von Haus aus Zweiter werden“

Ausgerechnet in der Südstadt, wo Christoph Knasmüllner vom Talent zum Führungsspieler reifte, startet der „Zehner“ heute mit Rapid in den Titelkampf. Beim Angebot aus Hütteldorf zögerte er keine Sekunde.

Vielleicht etwas übertrieben, aber in Hütteldorf eben eine Art Ritual. Also wurde Christoph Knasmüllner am Tag der offenen Tür von den Fans auf Händen getragen. Dass der 26-Jährige einst im violetten Nachwuchs kickte? Allen egal. Rapid hat einen neuen „Zehner“, auch wenn er die Nummer 28 trägt. „Übersicht, Spielverständnis, Torgefahr. Er bringt alles mit“, erwartet sich Trainer Djuricin viel von „Knasi“. Schon heute.

Spezieller Ort
Ausgerechnet in der Südstadt. Aber gegen, nicht mehr mit der Admira. Wo er nach Jahren der Wanderschaft (Bayern München, Inter Mailand, Ingolstadt) ab 2015 endlich sein Potenzial abrief. Und in der letzten Bundesliga-Hinrunde explodierte: 18 Spiele, zwölf Tore, drei Assists. Nur reif für die Insel war der Wiener dennoch nicht. Zumindest nicht für Barnsley, die Knochenmühle Championship. Er kam nur auf drei Spiele.

„Es hätte auch gut gehen können“, will Knasmüllner nicht zurückblicken. „Die Erfahrung war toll.“ Und dennoch war er dankbar, dass Rapid im Sommer anklopfte, knapp über eine halbe Million Euro Ablöse überwies. „Familie, Freunde, alle sind hier“, überlegte Knasmüllner keine Sekunde, unterschrieb bis 2021.

Kampfansage
Selbstbewusst. „Warum soll es für mich nicht noch besser klappen als bei der Admira?“, stellt er sich den hohen Erwartungen. Mehr noch: „Es gibt Salzburg. Aber ich will nicht von Haus aus Zweiter werden. Bei so einem großen Klub wie Rapid war ich ja noch nie.“Als wäre es BarcelonaDass er sich früher zu viel auf sein Talent verlassen hat, streitet er nicht ab. „Aber die Mentalitätsfragen kann ich nicht mehr hören“, sagt Knasmüllner. „Lasst mich auf dem Platz antworten. Ich weiß, was ich will.“ Er ist gereift, geerdet, wird im November auch erstmals Papa.

Heute aber warnt er seine neuen Mitspieler vor seinem Ex-Klub: „Die Admira darf man nie unterschätzen. Baumeister schüttelt sicher was aus dem Ärmel. Wir müssen draufgehen, als wäre es Barcelona.“

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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