23.07.2018 20:58 |

Gefahr aus Rumänien

Schweinepest-Angst: Bulgarien errichtet Grenzzaun

Aus Angst vor einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest will Bulgarien einen Schutzzaun entlang der Grenze zu Rumänien errichten. Laut Medienberichten begann am Montag auf der bulgarischen Seite der Grenze zwischen den beiden EU-Ländern die Räumung des Terrains für den geplanten 133 Kilometer langen Drahtzaun. In Rumänien soll es dem Vernehmen nach mehr als 200 Herde der anzeigepflichtigen Seuche geben - einige von ihnen seien nur 60 Kilometer von Bulgariens Grenze entfernt.

Der Zaun soll verhindern, dass an der sogenannten Afrikanischen Schweinepest erkrankte Wildschweine aus Rumänien nach Bulgarien gelangen. Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion bei Schweinen. Bulgarische Veterinärmediziner haben Schweinezüchtern im Grenzgebiet Silistra geraten, ihre Tiere zu schlachten. In Bulgarien sind noch keine Fälle der Afrikanischen Schweinepest festgestellt worden.

Bulgarien bangt um Export von Schaf- und Ziegenprodukten
Bulgarien kämpft aber seit Juni gegen die „Pest der kleinen Wiederkäuer“ im südöstlichen Grenzgebiet zur Türkei. Die Seuche soll mit einem aus der Türkei geschmuggelten Tier übertragen worden sein. Im betroffenen Gebiet wurden amtlichen Angaben zufolge schon rund 4500 Schafe und andere Tiere getötet. EU-Spezialisten, die geprüft haben, wie Bulgarien die Tierseuche bekämpft, sollen in Kürze einen Bericht veröffentlichen. Bulgarien droht ein Ausfuhrstopp für Schaf- und Ziegenprodukte.

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