Di, 16. Oktober 2018

Schülerin missbraucht

19.07.2018 06:00

Kinderschänder vor nächster Tat nur Monate in Haft

Am 2. Juli soll, wie berichtet, in Wien-Donaustadt eine Zehnjährige missbraucht worden sein. Im Kinderzimmer. Von einem Bekannten ihrer Eltern. Langsam, so die Mutter des Mädchens zur „Krone“, habe sich der Mann ihr Vertrauen erschlichen: „Ich ahnte nicht, dass er ein vorbestrafter Sexualstraftäter ist.“

Das Opfer leidet seit dem Übergriff an Panikattacken, Albträumen - und es hat damit begonnen, sich selbst zu verletzen: „Meine Kleine fühlt sich daheim nicht mehr sicher, sie hat ständig Angst“, sagt die Mutter. Den Täter kennt die 35-Jährige seit 2012, „zuletzt half er meinem Mann und mir beim Renovieren der Wohnung. Er war immer lieb zu unseren drei Kindern. Darum hatte ich keine Bedenken, ihn mit ihnen alleine in einem Raum zu lassen, während ich in der Küche das Abendessen zubereitete.“

Was die Frau nicht wusste: Jeweils über Monate hinweg hat der heute 34-Jährige (für den aktuellen Fall gilt die Unschuldsvermutung) von 2014 bis 2016 die Töchter seiner damaligen Lebensgefährtinnen missbraucht. 2017 wurde er deshalb zu drei Jahren Haft, davon ein Jahr unbedingt, verurteilt. Aber bereits im April 2018 kam er frei: „Er hatte von seinem Gefängnisaufenthalt berichtet, jedoch einen anderen Grund genannt: Er habe den Liebhaber seiner Ex niedergeschlagen, weswegen er auch seinen Sohn nicht mehr sehen dürfe.“

Für die Anwältin des Opfers, Astrid Wagner, ist die Entlassung des Kinderschänders ein Justizskandal: „Mir ist unverständlich, warum der Mann nach seinen zwei letzten einschlägigen Taten so schnell freikam.“ Rudolf Mayer vertritt den mutmaßlichen Sexualstraftäter Christopher C.: „Ich bin davon überzeugt, dass sich die gegen meinen Mandanten erhobenen Vorwürfe als unrichtig herausstellen werden.“

Martina Prewein, Kronen Zeitung

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