Di, 23. Oktober 2018

Kastrationspflicht

09.07.2018 10:31

Zahnloses Tier-Gesetz lindert Katzenleid nicht

Das Gesetz ist eindeutig: Freilaufende Katzen müssen (außer bei angemeldeter Zucht) kastriert werden. Wie kann es also sein, dass das Elend von Katzen derzeit schlimmer scheint als je zuvor? Tierschutzvereine ersticken in Arbeit und finanziellen Nöten, Pflegestellen quellen über - und das nur, weil manche das Gesetz ignorieren! Und Behörden die Arbeit der Helfer sogar noch erschweren. Freilaufende Katzen müssen ganz klar kastriert werdenDoch in der Steiermark sieht die Realität anders aus

Wer zum Beispiel auf Facebook die Lage beobachtet, verzweifelt fast an den nahezu unerträglichen Bildern von dahinsiechenden, halbtoten Katzen – wie schlimm muss das dann erst für betroffene Helfer sein. Die ihre Freizeit opfern, ihr Geld, auch noch ständig kämpfen müssen, um Schützlinge versorgen und behandeln zu dürfen: „Wir haben schon so die Nase voll von engstirnigen Leuten, die ihre Katzen nicht kastrieren und sich nicht einmal dabei helfen lassen, das Leid einzudämmen! Ja, es sogar noch fördern und sagen: ,Das wird sich schon von selber regeln!’“, findet eine uns bekannte, engagierte Tierschützerin („bitte nicht meinen Namen nennen, sonst lassen mich die Betreffenden nicht mehr hin zum Helfen“) klare Worte. Manche sind so dreist (Landwirte wie Private) und melden ihre Tiere zur Zucht an. Wie sehr dafür die Vorgaben wie Chippen und Registrieren von den Behörden überprüft werden? „So gut wie gar nicht“, sagt uns ein Insider. „Dafür fehlt die Zeit. Manchmal das Interesse.“

Entenfellner: „Tierärzte in die Pflicht nehmen!“
Ob gesetzlich verpflichtende Kastration oder Zucht, in beiden Fällen gilt: Es gehören rigorose, ernsthafte, flächendeckende Kontrollen her. Und empfindliche Strafen - sonst bekommt man das Problem niemals in den Griff. Maggie Entenfellner: „Ich nehme auch die behandelnden Tierärzte in die Pflicht! Auf sie hört der Bauer, sie können auf ihn einwirken. Und gegebenenfalls Kastrationen günstiger anbieten.“ Derzeit gibt es keinen Tierschutzverein, dazu aber auch die Arche Noah in Graz oder „Purzel & Vicky“ in Vasoldsberg, der nicht „übergeht“.

Christa und Eva Blümel, Kronen Zeitung

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