Mo, 23. Juli 2018

Basketball-WM-Quali

29.06.2018 21:42

Gnadenlose Deutsche zerlegen Österreich 85:63!

Österreichs Basketball-Herren haben auch die fünfte Begegnung in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2019 (Gruppe G) verloren! Sie unterlagen am Freitagabend vor ausverkauftem Haus in Braunschweig (6.731 Zuschauer) der Auswahl Deutschlands - die wieder eine Nummer zu groß war - 63:85 (33:47). Im Hinspiel in Schwechat hatte es Ende November vergangenen Jahres ein 49:90-Debakel gesetzt.

Beim Debüt von Kapfenberg-Trainer Mike Coffin als Nationalteam-Headcoach waren die Österreicher vor allem körperlich unterlegen in die Partie gegangen. Aufgrund der Ausfälle von Rasid Mahalbasic und Jozo Rados stand mit NBA-Center Jakob Pöltl nur ein echter „big man“ zur Verfügung. Obwohl der 2,13 Meter große 22-Jährige von den Toronto Raptors nach nur 3:44 Minuten sein zweites Foul begangen hatte, agierten die Österreicher zunächst stark. Kein Vergleich mit der Pleite vor sieben Monaten. Nach zehn Minuten stand es 22:16 für die Gastgeber. Der neben Thomas Klepeisz (Löwen Braunschweig) zweite „Hausherr“ Dennis Schröder hielt bei zwölf Punkten. Der 24-jährige NBA-Guard (Atlanta Hawks) wird mit der kommenden Saison Mehrheitsgesellschafter bei dem Klub aus Niedersachsen und somit zum „Chef“ des Österreichers, der bei der Mannschaftsvorstellung auch als Gegner viel Applaus geerntet hatte.

Auch im zweiten Abschnitt war von einem Klasseunterschied zwischen dem ungeschlagenen Leader der Gruppe G und dem sieglosen Letzten zunächst nicht viel zu sehen. Die Österreicher glichen zum 25:25 (14.) aus. Schröder ging nach seinem dritten Foul (16.) vom Parkett. Die DBB-Auswahl zog die Zügel an und lag etwas mehr als eine Minute später mit 39:28 erstmals deutlich voran. Pöltl bekam sein drittes Foul aufgebrummt (18.). Zur Pause hieß es 47:33 für die Gastgeber. Die Aufgabe für das ÖBV-Team wurde nicht einfacher. Aber die Coffin-Truppe kämpfte und verkürzte noch einmal auf 47:52 (27.). Das Spiel war aber nur kurzzeitig wieder offen. Die Deutschen trafen bis zur nächsten Viertelpause noch dreimal aus der Distanz (61:49). Im Schlussabschnitt blieben sie dann ungefährdet. Die besten Scorer der Österreicher waren Kapitän Thomas Schreiner mit 14, Pöltl mit elf sowie Enis Murati mit zehn Punkten. Klepeisz steuerte bei seinem „Heimspiel“ sieben Zähler bei.

„Wo wir mental da waren, haben wir gut gespielt“, sagte Pöltl nach dem Match. „Aber Deutschland hat beinhart ausgenützt, wenn wir unkonzentriert waren. So ist es am Ende noch eine hohe Niederlage geworden.“ Karsten Tadda (Deutschland, Klubkollege von Mahalbasic in Oldenburg): „Wir haben schwer ins Spiel gefunden und unseren Rhythmus gesucht. Österreich hat auch gut getroffen. Zu Ende im dritten und im vierten Viertel haben wir dann gut verteidigt und keine einfachen Würfe mehr zugelassen.“ Man habe sich auch ohne Mahalbasic und Rados wacker geschlagen, stellte „Hausherr“ Klepeisz fest. Der ÖBV-Guard musste nach der Partie in seiner Zweitheimat Braunschweig viele Hände schütteln. „Phasenweise haben wir guten Basketball gezeigt und mitgehalten. Dennis Schröder hat der Begegnung seinen Stempel aufgedrückt.“  Im Parallelspiel setzte sich Serbien in Georgien ganz klar mit 87:50 (37:18) durch. Das bedeutet, dass Österreich am Montag (17 Uhr MESZ) in Tiflis bei einem Sieg mit 15 Punkten Differenz noch den Aufstieg in die zweite Runde der WM-Qualifikation schaffen könnte.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.