Di, 17. Juli 2018

Immobiliensuche

25.06.2018 14:59

Von All-Realestates bis Immowelt

Die Wohnungssuche veränderte sich in den vergangenen Jahren wesentlich. Auch in Österreich greifen immer mehr Menschen auf Immobilienportale im Internet zurück und verlassen sich nicht mehr auf die Anzeigen der Tageszeitung oder die Angebote der Bank. Doch welchen Mehrwert haben die Plattformen den Suchenden zu bieten und worauf ist zu achten, um diesen voll auszuschöpfen?

Die eigenen Wünsche definieren
Der große Vorteil von Immobilienportalen liegt darin, dass die Suchergebnisse nach den persönlichen Vorstellungen gefiltert werden können. Während Wohnungssuchende bis vor wenigen Jahren eher zufällig auf passende Objekte stießen, lassen sich heute die einzelnen Parameter sehr genau bestimmen. Dies beginnt mit der Anzahl der Quadratmeter und dem festgelegten Miet- oder Kaufpreis. Doch selbst wichtige Kleinigkeiten, wie zum Beispiel die Ausstattung mit einem Balkon, lassen sich durch den digitalen Filter in die Suche integrieren. Je genauer die eigenen Wünsche schon zu einem frühen Zeitpunkt definiert sind, desto leichter ist es möglich, perfekt geeignete Angebote zu erkennen, sobald sie auf den Markt treten.

Bedeutende Portale im internationalen Raum
Das Potenzial von Immobilienseiten wurde längst auch in anderen Ländern erkannt. Im derzeit florierenden Dubai, welches sich mit einer stark wachsenden Bevölkerung konfrontiert sieht, planen Jennifer Wos und Thomas Wos mit ihrer Firma „WOS Swiss Investments AG“ eine Investition von 20 Millionen Dollar in die Seite all-realestates.com. In Zusammenarbeit mit der Firma „All Realestates Development“ sollen bis zum Jahr 2030 rund 10.000 neue Wohnungen entstehen, die vor allem in Dubai angesiedelt sind.

Mit der „WOS Swiss Investments AG“ gewinnt das Thema sogar einen regionalen Bezug. Die Firma verwaltet aktuell 150 Millionen Euro und soll schon im Jahr 2020 als Inhaber der Projekte Vermögenswerte von 300 Millionen Dollar verwalten. Auch Thomas Wos ist den Medien nicht völlig unbekannt. Schon im Jahr 2016 wurde in einigen Portalen über seine Geschäftsideen berichtet, mit der ein Unternehmenswert von 100 Millionen Euro erreicht werden konnte. Zudem sind Jennifer Wos und Thomas Wos aktuell mit der Planung der Hotelkette „The Wos“ beschäftigt, die schon bald in die finale Phase übertreten soll.

Suchende sollten mehrere Kanäle nutzen
In Österreich ist die Konzentration auf ein Immobilienportal bislang weniger ausgeprägt. Mit immobilienscout24.at und immowelt.at gibt es inzwischen zwei große Anbieter, die den Markt zu ungleichen Teilen unter sich aufteilen. Daher sind auch Suchende gut damit beraten, sich stets auf mehrere Kanäle zu konzentrieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die attraktivsten Wohnungen und Häuser unter dem eigenen Radar verschwinden und an andere Bewerber gehen.

Wer sich genauer mit den spezifischen Anfragen auf beiden Portalen beschäftigt, der wird schnell den einen oder anderen Zusammenhang herstellen können. Denn auch die Betreiber der Webseiten gingen vor einiger Zeit dazu über, ihre Anzeigen auf mehreren Internetseiten zu schalten, um auf diese Weise ihre Erfolgschancen in die Höhe zu treiben. Wer etwas Zeit investiert und mehrere Portale nutzt, kann dadurch mit Sicherheit einen positiven Einfluss auf die aktuelle Situation nehmen.

Die richtige Kontaktaufnahme
Die Nutzung eines Immobilienportals stellt natürlich eine Zwischenstufe zur Kontaktaufnahme mit dem jeweiligen Anbieter dar. Besonders in den großen Städten Österreichs müssen Bewerber davon ausgehen, dass sie nicht die einzigen Interessenten für ein Objekt sein werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, bereits bei der Anrede des Verkäufers oder Vermieters konkreten Maßgaben zu folgen. Nach der höflichen Anrede gilt es das Objekt und das persönliche Interesse kurz zu beschreiben. Das Angebot für einen Termin der Besichtigung sollte derweil dem Anbieter selbst überlassen werden. Es reicht aus diesem Grund völlig aus, als Suchender um einen passenden Termin zu bitten.

Viel wurde zuletzt über die Erfolgsaussichten langer und teils ausufernder Schreiben diskutiert, in denen zum Beispiel auf den Grund des persönlichen Interesses eingegangen wird. Vermieter und Verkäufer sind jedoch gleichermaßen daran interessiert, binnen kurzer Zeit passende Kandidaten zu finden. Da sie je nach Lage einen großen Wulst unterschiedlicher Nachrichten zu bewältigen haben, empfehlen Experten in der Regel die kurze Anrede. Wer dazu in der Lage ist, das eigene Anliegen höflich und in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen, dürfte auf diese Weise einen ersten ansprechenden Eindruck hinterlassen.

Der Besichtigungstermin
Auch beim Besichtigungstermin ist es für die Wohnungssuchenden möglich, einen guten ersten Eindruck zu machen. Hierfür empfiehlt es sich, auf Pünktlichkeit und ein gepflegtes Äußeres zu achten. Dadurch wird dem Vermieter ein erstes Mal die Zuverlässigkeit signalisiert, auf die stets ein besonderer Wert gelegt wird. Wem es gelingt, eine allzu aufdringliche Form der Freundlichkeit zu vermeiden und stattdessen mit gebührendem Anstand und Höflichkeit aufzutreten, kann ebenfalls schon beim ersten Termin punkten.

Eine gute Möglichkeit, um die persönlichen Chancen zu erweitern, stellt die Bewerbermappe dar. Darin finden sich im Idealfall alle wichtigen Dokumente, die für den Anbieter und Makler von Bedeutung sein könnten. Neben den wichtigen Informationen zur eigenen Person dreht sich hierbei vieles um die Bonität, die als zentrale Voraussetzung für den Erhalt des Objekts gewertet werden kann. Diese organisatorische Vorarbeit schlägt sich nicht selten in einer positiven Anerkennung des Gegenübers nieder.

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