Do, 18. Oktober 2018

Eröffnungsspiel

14.06.2018 08:36

WM-Anpfiff! Der Auftakt zur Milliardenshow

Russland und Saudi-Arabien eröffnen heute (17 Uhr) die Fußball-WM 2018. Die Kaderspieler der 32 Teams sind gemeinsam 10 Milliarden Euro wert, im Mittelpunkt stehen aber vor allem die beiden Superstars: Argentiniens Lionel Messi und Portugals Cristiano Ronaldo! Für Julen Lopetegui ist das Turnier dagegen schon zu Ende, bevor es begonnen hat: Spaniens Trainer wurde am Mittwoch gefeuert!

Heute geht es los mit Gruppe A! Das erste asiatische Team, das ein Eröffnungsspiel bestreitet, möchte aufzeigen.

Rudi, haudi Saudi! So forderte die „Bild“-Zeitung 2002 den deutschen Teamchef Rudi Völler auf, bei der WM Saudi-Arabien zu besiegen - Endergebnis 8:0. Heißt es heute: „Stani, haudi Saudi?“ Die Russen von Stanislaw Tschertschessow sind klarer Favorit, die Männer aus dem Land der Ölscheichs wollen aber aufzeigen.

Erstmals eröffnet eine Mannschaft, die dem asiatischen Fußball-Verband angehört, eine Weltmeisterschaft - als „Schlachtopfer“ will der argentinische Teamchef Juan Antonio Pizzi, der erst seit Oktober 2017 im Amt ist (sein Landsmann Edgardo Bauza war zuvor nur zwei Monate geblieben) seine Truppe nicht sehen: „Meine Spieler machen jeden Tag Fortschritte, jedes Spiel ist eine Chance.“

Löw lobt Saudis
Einen letzten Motivationsschub holte man sich vor wenigen Tagen, als es in Leverkusen gegen Deutschland nur ein knappes 1:2 gab. Und Weltmeister-Trainer Jogi Löw danach die Saudis lobte: „Sie haben enorme Fortschritte gemacht. Wenn sie so spielen, sind sie sehr unbequem. Weil sie fußballerisch gut sind, frech, klein, beweglich, flexibel und am Ball sehr gewandt.“

Schicksalstag für Russland
Der 14. Juni ist ein Tag, an den Fußball-Russland nicht so gerne zurückdenkt. Vor drei Jahren gewann Österreich in der EM-Qualifikation in Moskau dank dem unvergesslichen Fallrückzieher von Marc Janko mit 1:0. Das Ende ist bekannt, der italienische Teamchef Fabio Capello musste einen Monat nach der Niederlage seinen Hut nehmen.

Heute schreibt man wieder den 14. Juni - ein Schicksalstag. Denn 2015 darf sich im WM-Eröffnungsspiel gegen Saudi-Arabien für den Gastgeber nicht wiederholen, eine Niederlage hat niemand eingeplant. Richten soll es eine kosmische Kugel, mit dem offiziellen Ball für das Eröffnungsspiel greift Russland nach den Sternen.

Ball aus dem All soll es richten
Zwei Monate lang ist dieser Ball an Bord der Internationalen Raumstation ISS um die Erde gekreist, die Kosmonauten Anton Schkaplerow und Oleg Artjemjew nutzten ihn im All für einen lockeren Kick in der Schwerelosigkeit. „Wir haben alles gegeben - ich hoffe, das inspiriert unsere Mannschaft gegen Saudi-Arabien“, sagte Schkaplerow. Am 3. Juni landete der Kosmonaut mit dem Ball in einer Sojus-Kapsel in der zentralasiatischen Steppe, heute rollt die Kugel im Luschniki-Stadion.

Die russischen Fans sind skeptisch und dennoch voller Hoffnungen, „wir arbeiten hart und konzentriert, sind sehr gut vorbereitet“, beruhigt Teamchef Stanislaw Tschertschessow seine 145 Millionen Landsleute. Stürmer Artjom Dsjuba wandte sich noch einmal mit einem flammenden Appell an die Nation: „Unterstützt uns! Wir sind keine Favoriten. Aber wir können einiges bewegen. Und wir wollen allen beweisen, dass wir Fußball spielen können!“

Peter Klöbl (in Moskau), Kronen Zeitung

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