Mo, 22. Oktober 2018

Russland-Connection

21.04.2018 08:13

Kaspersky Lab darf nicht mehr auf Twitter werben

Neue Eskalation im Streit um mögliche Beziehungen des Anti-Virus-Spezialisten Kaspersky Lab zur russischen Regierung: Twitter verbietet ab sofort jegliche Werbung des russischen Sicherheitssoftware-Herstellers. Das Geschäftsmodell des Unternehmens vertrage sich nicht mit den Werbevorschriften, teilte der Kurznachrichtendienst am Freitag mit, verwies zugleich aber auch auf Vorwürfe der US-Regierung, wonach Kaspersky Verbindungen zu russischen Geheimdiensten haben soll.

Firmen-Mitgründer Eugene Kaspersky erklärte, es sei gegen keinerlei Regeln verstoßen worden. Er bat Twitter darum, die Werbesperre zu überdenken, kündigte kurz darauf in einem Tweet jedoch an, dass sein Unternehmen in diesem Jahr nicht mehr in dem Kurznachrichtendienst werben werde. Das dafür veranschlagte Budget solle nun stattdessen an die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation gespendet werden. „Sie tun eine Menge, um Online-Zensur zu bekämpfen“, so Kaspersky.

Der Streit zwischen dem Anti-Virus-Spezialisten und den USA schwelt bereits seit mehreren Monaten. Nach Darstellung der Regierung in Washington kann die Software des Unternehmens benutzt werden, um russische Spionage zu ermöglichen. Bereits im vergangenen September hatten die USA deshalb Kaspersky-Software aus ihren Behörden verbannt. Litauen folgte dem Beispiel, in Großbritannien warnte indes das nationale Zentrum für Cyber-Sicherheit NCSC Regierungsbehörden vor „offensichtliche Risiken“ hinsichtlich Anti-Virus-Software, die von ausländischen Firmen stamme.

Kaspersky weist Vorwürfe zurück
Kaspersky Lab hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen und
wiederholt beteuert, weder Beziehungen zu Regierungen zu unterhalten noch Hilfestellung bei Cyber-Spionage zu leisten. Kaspersky bietet auch im deutschsprachigen Raum Programme zum Schutz von PCs und mobilen Geräten an. Zu seinen Kunden zählt das 1997 gegründete Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 400 Millionen Privatpersonen und rund 270.000 Unternehmen.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
FCI im freien Fall
Seit Hasenhüttl weg ist, gehen „Schanzer“ am Stock
Fußball International
Mega-Transfer steht an
Kann Ibrahimovic kriselndes Real Madrid retten?
Fußball International
Mit 97,2 % der Stimmen
Gravina ist neuer Verbandspräsident in Italien
Fußball International
Neuer Geschäftsführer
Günter Pirker übernimmt steirische Landes-SPÖ
Österreich
Schüsse bei Verfolgung
Junger Autodieb (13) beging bereits 25 Einbrüche!
Niederösterreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.