Di, 21. August 2018

Zimmer mit Aussicht

28.05.2018 08:30

Kärnten: Seeberührungen am Millstätter See

Leise plätschert das tiefblaue Wasser gegen den Bug des Hotelzimmers am Millstätter See.

Endlich wieder einmal Zeit, um verliebt zu zweit das Leben in all seinen Facetten zu genießen. Der ideale Ort für Zweisamkeit ist heuer am wunderbaren Millstätter See in Kärnten zu finden, der mit seinen romantischen Seeberührungen zum Träumen, Verweilen und Genießen einlädt. Und diese Seeberührungen hat das weitsichtige Hoteliers-Ehepaar Verena und Hubert Koller wahrlich auf die Spitze getrieben. Denn direkt vor ihrem 4-Sterne-Superior Hotel, dem Kollers, liegt das erste schwimmende Luxusapartment vor Anker. Um ihren Gästen etwas Besonderes bieten zu können, hat das Hotelier-Ehepaar nämlich die 92 Jahre alte „Poto“ gekauft und mit sehr viel Leidenschaft sowie den fachkundigen Händen des italienischen Holzbootbauers Federico Lenardon in unzähligen Arbeitsstunden wieder zu einem echten Schmuckstück auf dem Millstätter See gemacht.

EIN STÜCKCHEN SEEGESCHICHTE. Denn die „Poto“ zählte neben ihrem Schwesterschiff, der „Aribo“, zu den allerersten Schiffen der Millstätter See-Schifffahrt. Mit einer Länge von 15,2 Metern und einem Gewicht von zwölf Tonnen war die „Poto“ für 75 Personen zugelassen und schipperte bis 1969 im Angesicht der Nockberge über den See, bevor sie an den Weißensee verkauft wurde. „Der Millstätter See gibt mir selbst viel Kraft und Energie, motiviert und inspiriert mich immer wieder für neue Ideen, deshalb wollte ich dem See ein Stück seiner Geschichte wieder zurückgeben“, verrät Hotelier Hubert Koller stolz. „Und es freut mich ungemein, wenn ich Einheimische beobachten kann, wie sie am See vorbeispazieren und ihnen die ‘Poto‘ vor unserem Hotel ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Denn einer der Schätze des Millstätter Sees ist wieder zu Hause.“ Das Beste: Kollers „Poto“ kann auch als Luxusapartment gebucht werden.

DAS LEBEN AM SEE. Direkt an der hoteleigenen Bootsanlegestelle, neben dem Pool, in dem Hotelgäste im beheizten Seewasser schwimmen, wartet die „Poto“ auf uns. Wunderschön liegt die alte Lady frühmorgens im spiegelglatten Wasser, und ich kann es immer noch nicht glauben, dass wir sie heute ganz für uns alleine haben. Fast. „Willkommen an Bord der ‘Poto‘“, freundlich werden wir von unserem Schiffsführer begrüßt, der uns heute an einen der romantischsten Plätze am stillen, ruhigen Südufer bringen wird. Lautlos setzt sich die „Poto“, die von zwei Elektromotoren angetrieben wird, in See. Wir beide haben es uns am Oberdeck gemütlich gemacht und genießen den Ausblick über den zweitgrößten und wasserreichsten See im Süden Österreichs.

Plötzlich wird es ruhiger. Wir haben das Südufer erreicht. In einer ruhigen Bucht wird der Anker ausgeworfen, und der Schiffsführer verabschiedet sich von uns. Per Motorboot-Shuttle wird er abgeholt, und wir zwei Verliebten bleiben allein auf dem See zurück. Aber uns fehlt es an absolut nichts, um an Bord der „Poto“ eine unbeschwerte Zeit verbringen zu können. Der Kühlschrank unter Deck ist prall gefüllt, die Sonne strahlt vom Himmel, das Seewasser ist erfrischend. Im Picknickkorb an Bord finden sich Allerlei regionale Köstlichkeiten, und falls wir offene Wünsche haben, müssen wir nur unseren Schiffsführer anrufen, der uns quasi auch als „See-Butler“ zur Seite steht. Meiner Frau gefällt’s. Wir stoßen im Mitteldeck gemeinsam mit einem Glas Sekt auf unseren Tag auf dem See an. Im Heck des Schiffes ist ein Aufenthaltsbereich samt kleiner Küche. Im Bug hingegen ist ein kleines Schlafzimmer samt Badezimmer mit Dusche untergebracht. „So lässt es sich genießen“, schwärmt meine Frau.

LIEBLINGSPLATZ GEFUNDEN. Nach einer kurzen Erfrischung im kühlen Nass des Millstätter Sees machen wir es uns am Oberdeck bequem und lassen uns von den Sonnenstrahlen wärmen, was meine Frau zur Erkenntnis bringt, dass das schwimmende Luxusapartment wohl zu den schönsten Orten am Millstätter See zähle. Verständlich, dass die „Poto“ zu den neuen touristischen Leuchtturmprojekten in Österreich zählt - und die Hoteliersfamilie Koller dafür auch ausgezeichnet wurde. 

Hannes Wallner, Kronen Zeitung

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