Mo, 20. August 2018

Arge Konzert:

08.04.2018 08:49

Eine Liebeserklärung trotz Ecken und Kanten

„Wien-Mitte“:Ursula Strauss, Ernst Molden und Walther Soyka laden zur poetisch-musikalischen Reise

Erst vor kurzem fesselte Ursula Strauss das Salzburger Publikum im Oval mit einer Lesung aus Christine Nöstlingers Gedichtbänden, die das Leben im Wiener Gemeindebau, jenseits der Wiener Gemütlichkeit, beschreiben. Am 11. und 12. April unterbreitet sie uns nun in der ARGE die Stadt von einer ganz anderen Seite, nämlich als „Lebensstadt“, wie sie Ernst Molden in seinen wöchentlichen Kolumnen so treffend beschreibt.

Gemeinsam mit dem Musiker und Autor, begleitet von Walther Soyka an der Knöpferlharmoniker, nimmt uns die beliebte Schauspielerin („Schnell ermittelt“) mit auf eine poetisch-musikalische Reise durch „Wien Mitte“, die vom Hochstrahlbrunnen am Wiener Schwarzenbergplatz über den Karmelitermarkt in Wien-Leopoldstadt bis hin zum Bahnhof in Wien-Landstraße, der mittlerweile das Einkaufszentrum „The Mall“ beherbergt, führt. „Es ist ein wahres Vergnügen seine Texte zu lesen, sie sind poetisch, romantisch und gleichzeitig cool, und eröffnen diese Welt Wien auf eine ganz neue Art und Weise“, so die gebürtige Niederösterreicherin, die der Stadt seit 25 Jahren verbunden ist, und somit selbst erlebt hat, wie sie sich in den letzten Jahren, insbesondere der Jugend geöffnet hat. „Wien hat einen ganz eigenen Charakter und ist nicht umsonst bereits zum neunten Mal zur lebenswertesten Stadt gekürt worden!“

Ins Schwärmen gerät sie auch bei der Zusammenarbeit mit Molden und Soyka. „Mir bleibt für solche Abende leider viel zu wenig Zeit, umso mehr genieße ich es, sie mit Menschen zu gestalten, die mich schon lange begleiten, und mit denen ich mich vom ersten Ton, Wort oder was auch immer an verstehe. Ernst und Walther sind großartige Musiker.“

Genauso ergeht es ihr mit dem Duo BartolomeyBittmann, mit dem sie sich u.a. auf eine musikalisch-literarische Spurensuche von Marlene Dietrich macht. Dass sie für ihre Programme zumeist starke Charaktere wie eben Nöstlinger oder Dietrich wählt, liegt nicht daran, dass es Frauen sind, die sich in der Gesellschaft behaupteten konnten.

„In erster Linie muss mich eine Person interessieren. Ich muss in sie eintauchen können um ihre verschiedenen Facetten kennen zu lernen und aufzeigen zu können. Das hat nichts mit stark oder schwach zu tun, vielmehr sind es immer Menschen mit Ecken und Kanten, Höhen und Tiefen“, verrät Strauss, die neben Lesungen und der Schauspielerei auch noch als Intendantin des Festivals „Wachau in Echtzeit“ fungiert, und mit Stefan Ruzowitzky das Präsidentenamt der Akademie des Österreichischen Films inne hat. „In dieser Funktion geht es hauptsächlich darum, die Interessen der Filmschaffenden zu vertreten, und wie z.B. im Fall der ,Metoo’-Debatte ein respektvolles Miteinander zu schaffen“, so Strauss, die in erster Linie aber die Wichtigkeit des österreichischen Films als Kulturvermittler hervorhebt. „Mit Filmen kann man unglaublich viel nach außen transportieren, und in Österreich weitaus offener als in anderen Ländern, die politisch bzw. wirtschaftlich mehr beeinflusst werden, an Themen aufzeigen. Außerdem ist das Kino ein magischer Ort, an dem man das Erlebnis mit anderen teilt. Insofern ist es essenziell den Film, wie Theater und Musik als Pfeiler der Kultur wahrzunehmen!“

Tina Laske
Tina Laske

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