"Ein neuer Spirit"

Ortlechner sieht positive Stimmung im ÖFB-Team

Fußball
07.10.2009 14:01
Manuel Ortlechner (im Bild links neben Christopher Drazan) hat im österreichischen Nationalteam einen atmosphärischen Wandel ausgemacht. Der Austria-Verteidiger zählte bereits vor drei Jahren in den Länderspielen gegen Costa Rica (2:2) und Venezuela (0:1) zum ÖFB-Kader und schaffte unter Teamchef Didi Constantini den Sprung zurück. "Die jetzige Situation kann man überhaupt nicht mit der von 2006 vergleichen. Die Stimmung ist eine ganz andere", betonte der Oberösterreicher.

Dadurch sei auch die Außendarstellung der ÖFB-Auswahl deutlich verbessert. "Man merkt die Aufbruchsstimmung, es ist ein neuer Spirit drin und es sind viele neue Kräfte am Werk", erklärte Ortlechner. Als entscheidenden Faktor bei der Wiederherstellung der guten Laune im Nationalteam sieht der 29-Jährige die Arbeit von Constantini. "Aber das ist auch eine Hol-und-Bring-Schuld. Man kann nicht darauf warten, dass der Betreuerstab das vorbetet, sondern man muss sich als Spieler auch selbst einbringen."

"Constantini kann auch anders sein"
Außerdem gehe die Rolle von Constantini weit über jene eines Stimmungsmachers hinaus. "Er wirkt oft nach außen lockerer, als er ist. Er kann auch anders sein", meinte der fünffache Internationale. Ortlechner gelang neben der Etablierung im ÖFB-Kader im Sommer auch der Sprung von Austria Kärnten zur Wiener Austria. "Darauf bin ich sehr stolz, weil dieser Verein eine große Tradition hat." Bei seinem neuen Klub ist der Abwehrspieler seit zwei Monaten praktisch durchgehend mit englischen Wochen konfrontiert. "Durch die Europa League ist für mich eine neue Belastung dazugekommen, aber mein Körper hat sich schon daran gewöhnt. Vor einem Monat ist es mir noch schlechter gegangen als jetzt."

Im Teamcamp in Seefeld konnte Ortlechner bisher das volle Programm mitmachen - im Gegensatz zu einigen Mannschaftskollegen. So fehlten etwa im Mittwochvormittag-Training Yasin Pehlivan, Stefan Maierhofer und Helge Payer wegen einer leichten Verkühlung, Jakob Jantscher (Bauchmuskelprobleme) und Marc Janko (Muskelverhärtung) ließen die Einheit ebenfalls aus. "Jetzt steht einmal im Vordergrund, dass bis zum Samstag-Match alle fit werden. Mit Litauen werden wir uns ab Donnerstag beschäftigen", kündigte Ortlechner an.

Nur noch Mini-Chance auf WM-Teilnahme
Im Falle eines Sieges in Innsbruck gegen die Balten würde die WM-Chance noch leben, sofern die Franzosen daheim gegen die Färöer nicht gewinnen - ein für Ortlechner unrealistisches Szenario. "Intern wird wenig darüber geredet. Das Problem ist, dass wir es selbst nicht mehr in der Hand haben."

Auch Christopher Drazan hält nicht viel von derartigen Spekulationen. "Wir müssen einfach auf uns schauen und das Bestmögliche aus den beiden Spielen machen." Der Rapidler könnte mit etwas Verspätung sein Teamdebüt feiern, vor einem Monat musste er vor den Partien gegen die Färöer und Rumänien wegen einer Knöchelverletzung passen. "Ich war enttäuscht, weil ich die Chance gehabt hätte zu spielen", meinte der 19-Jährige, der ebenfalls lobende Worte über Constantini fand. "Er redet viel mit den Spielern und baut dich nach Fehlern wieder auf."

Mittwoch-Training nur mit Rumpftruppe
Die für Mittwochnachmittag angesetzte Trainingseinheit auf dem Fußballplatz von Seefeld haben nur 14 Spieler vom 22-Mann-Kader absolviert. Yasin Pehlivan (mit neuer Irokesen-Frisur), Julian Baumgartlinger, Daniel Beichler, Jakob Jantscher und Franz Schiemer gingen mit Athletik-Coach Michael Steverding auf Rad-Tour, die etwas verkühlten Helge Payer und Stefan Maierhofer blieben ebenso im Mannschaftshotel wie der an leichten Muskelproblemen laborierende Marc Janko.

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(Bild: KMM)



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