Die Spitze des Eisbergs: Der 30-Millionen-Euro-Schuldenberg in der Gemeinde Trieben. Gar ein Regierungskommissär wurde eingesetzt, um die Pleite zu kanalisieren. Arge Probleme gibt's auch in Fohnsdorf, wo ein aufwändiges Thermenprojekt die Finanzen massiv strapaziert. Nur zwei Beispiele dafür, dass der Rechnungshof Prüfkompetenz auch für Kleingemeinden bekommen sollte, wie die Grünen lautstark fordern.
Steiermark kommt nicht gut weg
Die Steiermark kommt bei der "Top-100"-Schuldenliste gar nicht gut weg. Das obersteirische Teufenbach landete auf Platz sieben. Auf Platz neun die Kurstadt Bad Radkersburg mit immerhin 8.426,66 Euro schwerem Schulden-Rucksack. Recht schwer hängt der auch am Rücken des Durchschnitts-Palfauers: 6.547,95 Euro! Mit immerhin 6.114,82 Euro steht das Örtchen Bierbaum am Auersbach in der Kreide, und auch in Predlitz-Turrach dominieren die roten Zahlen (5.871,34 Euro).
Unterschiedliche Pleiteursachen
Warum der Pleitegeier Dauergast in manch weiß-grüner Kommune ist, erklären sich Experten so: Spekulationen (Fall Hartberg), aufwändige Bauten (Gemeindezentren) oder ein Minus bei den Einnahmen (Kommunalabgabe)...
Tiroler Bergdorf Schulden-Spitzenreiter
Trieben und Fohnsdorf scheinen im Ranking wegen ihrer größeren Einwohnerzahl übrigens nicht auf. Gramais ist Schulden-Spitzenreiter: Das Tiroler Bergdorf mit nur 60 Einwohnern hat eine Pro-Kopf-Verschuldung von sagenhaften 40.380 Euro.
Außerdem auf der Schwarzen Liste
Krakauschatten (5.626,78 Euro Schulden),
Tauplitz (5.601,98 Euro),
Soboth (5.578,64 Euro),
Großwilfersdorf 5.022,91 Euro),
Jagerberg (4.953,85 Euro),
Ratsch an der Weinstraße (4.979,71 Euro),
Landl (4.953,85 Euro),
Donnersbachwald (4.904,30 Euro),
Frojach-Katsch (4.714,41 Euro),
Weißenbach/ Enns (4679,03 Euro),
Edelstauden (4676,59 Euro).
von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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