23.12.2017 09:31 |

Mutter von Unfallopfer

„Ich danke allen, die meinen Sohn gerettet haben“

"Mir ist erst jetzt bewusst geworden, wie knapp es war. Ich möchte allen, die an der Rettung beteiligt waren, von ganzem Herzen danken!" Bewegend schildert die Mutter von Unfallopfer Manuel H. (27) aus Linz, wie sie die Horrornacht erlebte, als ihr Sohn, wie berichtet, sechs Stunden kopfüber im Auto in der Aist in Oberösterreich lag.

"Es gab so viele Umstände, dass man sagen muss, das war wirklich ein Wunder", sagt Hannelore H. (55). Ihr Sohn Manuel hatte zuerst die Oma seiner Frau in Wartberg besucht, wollte dann um 17.30 Uhr bei der zweiten Oma in Schwertberg zum Essen sein. Doch dort kam er, wie berichtet, nie an.

Polizistin hatte den richtigen Riecher
Um 20 Uhr erstattete die Mutter bei der Polizei Linz-Neue Heimat Abgängigkeitsanzeige und hatte das Glück, mit Bezirksinspektorin Franziska Höglinger eine Beamtin zu erwischen, die sofort richtig reagierte und eine Suchaktion samt Handypeilung in Gang setzte.

"Sie haben alle Hebel in Bewegung gesetzt"
"Die Frau Höglinger und ihre Kollegin in Perg, die Frau Haunschmid, die waren so super! Die haben alle Hebel in Bewegung gesetzt", lobt Mutter Hannelore H.: "Wir sind dreimal selbst an der Unfallstelle vorbeigefahren und haben den Manuel nicht gesehen gehabt."

Manuel hatte nur noch 32 Grad Temperatur
Bei der Einlieferung ins Linzer Med Campus III hatte Manuel H. nur noch 32 Grad Körpertemperatur. Seine Mutter: "Als wir ihn morgens vom Spital abgeholt haben, hat der Notarzt, der gerade heim ging, gesagt, das ist das Weihnachtswunder 2017. Mein Sohn hat zwar Prellungen am ganzen Körper, aber nur ein paar Abschürfungen und einen verstauchten Finger. Er hat 120 Kilo. Wahrscheinlich hat ihm das geholfen, dass er die sechs Stunden in dem eiskalten Fluss aushält."

Lenker war Reh ausgewichen
Manuel H. war übrigens in die Aist abgestürzt, als er mit seinem Pkw einem Reh auswich.

Sie freute sich sehr, als der Vermisste gefunden und gerettet worden war, sagt die Linzer Polizistin Franziska Höglinger (29). Sie half selbst tatkräftig mit.

"Krone": Sie haben sofort richtig reagiert, obwohl der Vermisste zum Zeitpunkt der Anzeige erst zweieinhalb Stunden abgängig war.
Franziska Höglinger: Zuerst hat mich um 19 Uhr ein Freund von ihm angerufen und verständigt, dass der Linzer seit 17 Uhr abgängig ist und normalerweise immer anruft, wenn er wo hinfährt. Irgendwie hab’ ich ein Bauchgefühl gehabt, dass da was nicht passt.

Sie haben sofort alle Krankenhäuser durchgerufen und die anderen Dienststellen alarmiert.
Weil die Angehörigen ganz verzweifelt waren, dass was passiert ist.

Der Vermisste konnte erst gegen 23.30 Uhr nur dank Handypeilung und ganz gezielter Fahndung entdeckt werden.
Ja, und um 2.30 Uhr früh hat mich dann die Mutter angerufen und gesagt, dass auch im Spital alles gut gegangen ist. Da hab’ ich mich auch recht gefreut. Diese Familie feiert heuer sicher ein richtig schönes Weihnachtsfest miteinander.

Christoph Gantner, Kronen Zeitung

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