Mo, 20. August 2018

WM-Blamage

09.02.2009 15:25

Götschl schämt sich in Grund und Boden

Als 24. mit 4,01 Sekunden Rückstand auf die Siegerin Lindsey Vonn hat Renate Götschl am Montag die WM-Abfahrt in Val d'Isere beendet. Ein unrühmlicher WM-Abschied für die Speed-Queen, die in der Stunde ihrer schlimmsten Niederlage heftige Worte über sich selbst fand. "Es ist zum Schämen. Beim letzten Rennen vier Sekunden hinten - da kann man nur noch ein Loch graben und sich zuschütten", sagte die 33-jährige im Zielraum, schulterte ihre Skier und machte sich auf den Nachhauseweg.

Nach einer miserablen Saison war die Gewinnerin von zwei Olympia-und neun WM-Medaillen als krasse Außenseiterin zur WM gereist und hatte wohl auch auf ein kleines Wunder gehofft. Es stellte sich nicht ein, nach dem Ausfall im Super-G folgte am Montag das Debakel in der Abfahrt. "Sobald die Kurven kommen, geht das Desaster los. Von oben bis unten bin ich nicht ins Skifahren gekommen. Es ist grausam für einen Skifahrer, wenn man doch relativ viel gewonnen hat und dann so was erlebt. Das war nicht das erste Mal in dieser Saison, aber schön langsam wird es ein bisserl zu viel." Vier Sekunden seien mehr als eine Welt, fast die halbe Strecke.

Dass sie sehr viele große Siege in ihrer Karriere gefeiert hat, war an diesem rabenschwarzen Montag in Savoyen kein Trost. "Ich lebe im Jetzt, ich lebe im Heute. Ich möchte noch irgendwo was erreichen. Ich weiß nicht, was im Grunde genommen eigentlich los ist. Es ist irgendwo auf der Strecke geblieben, wo, da habe ich keine Ahnung", sagte die Atomic-Pilotin, die sich trotz "Riesenenttäuschung" selbst Mut machte. "Das Leben geht trotzdem weiter."

Kein Start im Team-Bewerb
Einen Start im Team-Bewerb schloss sie aus ("Da sollen die Schnellsten fahren und da gehöre ich nicht dazu"), stattdessen wollte sie packen und heimfahren. "Ich glaube, ich verziehe mich in irgendeine Höhle." Sie habe nun überhaupt nichts mehr im Kopf. "Ich kann nur noch lachen, denn eigentlich ist es zum Weinen." Ob sie ihre Karriere bis zu den Olympischen Spielen 2010 fortsetzen wird, ließ Götschl offen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Sportticker
Geldregen ante portas
Red Bull Salzburg verfolgt 100-Mio.-Euro Plan!
Fußball National
Rapid-Trainer Djuricin
„Kann nicht verlangen, dass wir immer gewinnen!“
Fußball National
Primera Division
Real Madrid startet die Saison mit 2:0 über Getafe
Fußball International
Aus „Schützengraben“
Irre! Lazio-Rom-Ultras wollen Frauen verbannen
Fußball International
Wickens im Spital
Horror-Crash überschattet IndyCar-Serie
Motorsport
Serie A
Fehlstart für Inter gegen Sassuolo
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.