Es ist eiskalt, aber auch das ist absolut normal für Mitte Jänner. Bestes Beispiel ist die Wetterstation von St. Michael im Lungau nahe der Steiermark: Am Freitag wurden dort minus 22,1 Grad gemessen, im Jänner 2006 und 2000 waren es als Spitze jeweils minus 25,8 Grad, am 24.Jänner 2004 sogar minus 27.
"Was außergewöhnlich ist", sagt Friedrich Wölfelmaier von der ZAMG (Zentralanstalt für Meteorologoie und Geodynamik) Graz, "dass diese Kälteperiode jetzt schon so lange dauert, immerhin hat sie am 25. Dezember begonnen." Und auch wenn mit Freitag und Samstag der Höhepunkt dieser "Eiszeit" erreicht ist: Bis Mitte nächster Woche wird sich nicht viel daran ändern. Erst dann soll es Tag für Tag Grad für Grad wieder wärmer werden.
Neuschnee? Fehlanzeige.
"In den kommenden zehn Tagen gibt es keine Chance auf Niederschlag", weiß Wölfelmaier. Apropos Schnee: In Graz gab es in diesem Winter bisher außergewöhnlich wenig davon: Am 29. November waren es neun Zentimeter, die waren aber drei Tage später weg. Und sonst wurde die Ein-Zentimeter-Marke nie (!) überschritten.
Berge sehr wohl weiß
Anders dagegen die Situation auf vielen Bergen: Am Lachtal liegen zwei Meter der weißen Pracht - Rekord! Grebenzen (1,80 Meter), Tauplitz (1,70), Planai (1,60), Loser (1,60), Frauenalpe (1,50) und das Salzstiegl (1,30 Meter) folgen. Und genau dort, auf unseren Bergen, lässt es sich zur Zeit am besten aushalten: strahlend blauer Himmel, Temperaturen um plus zwei Grad auf 2.000 Meter Höhe!
von Michi Jakl, "Steirerkrone"
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