Raub der Flammen

Post-Lkw fing Feuer – Tausende Briefe vernichtet

Steiermark
10.01.2009 13:11
In der Obersteiermark ist Donnerstag früh ein Post-Lkw, voll beladen mit Briefen und Paketen, die für den Raum Liezen bestimmt waren, in Flammen aufgegangen. Der Fahrer konnte sich und eine Box mit Wertsendungen noch retten, bevor das Fahrzeug ausbrannte.

Das Lieferauto war von Salzburg nach Liezen unterwegs, als es aus noch unbekannter Ursache Feuer fing. In einigen der Pakete dürften brennbare Substanzen gewesen sein, berichtete die Feuerwehr. Bei der Post will man nun den Hergang des Brandes klären lassen.

Mehr Bilder vom Löscheinsatz findest du in der Infobox!

Während der Fahrt auf der B320, der Ennstalbundesstraße, bemerkte der Post-Lenker, ein 55-jähriger Bosnier, plötzlich Flammen an seinem Lkw. Er hielt das Schwerfahrzeug auf der Abbiegespur bei Pruggern (Bezirk Liezen) an und alarmierte gegen 6.00 Uhr die Feuerwehr. Die Wehren Pruggern, Stein an der Enns und Gröbming sowie das Rote Kreuz rasten zur Brandstelle, mit schwerem Atemschutz wurde gegen das Feuer vorgegangen. Während der Löscharbeiten wurden die Einsatzkräfte von Explosionen im Laderaum - verursacht durch Pakete mit brennbaren Substanzen - überrascht, doch nach einer halben Stunde war alles unter Kontrolle.

Über 30.000 Briefe verbrannt
Die geladene Fracht, neun Rollcontainer mit Post für die Stadt Liezen und Umgebung, wurden von den Einsatzkräften nach Öffnen der Ladebordwand vom Lkw geholt und nachgelöscht, waren jedoch nicht mehr zu gebrauchen. Insgesamt wurden rund 250 Pakete, 30.000 Briefe und Postsendungen und 5.000 Zeitschriften zerstört. "Der Werbeslogan 'Die Post bringt allen was' dürfte für heute also nicht Realität sein", so ein Feuerwehrmann.

Schadenersatzzahlungen für Pakete und Einschreiben 
Bei der Post will man nun die Ursache klären lassen. Der Lenker habe die gesondert abgepackten Wertsendungen retten können, für die verbrannten Poststücke werde es Schadenersatz geben, sofern diese als Pakete oder per Einschreiben geschickt worden seien, so Sprecher Andreas Pachler. Bei Paketen gebe es eine Höchstgrenze von 1.500 Euro, bei Einschreiben von 72,67 Euro. Bei Briefen gebe es nach den Geschäftsbedingungen keine Haftung.

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