Der Wiener Steuermann und sein Salzburger Vorschoter belegten im Medal Race der Top Ten Rang sieben und verbesserten sich im Endklassement um eine Position von zehn auf neun. Die Goldmedaille holten sich die Spanier Fernando Echavarri/Anton Paz vor den Australiern Darren Bundock/Glenn Ashby und den Argentiniern Santiago Lange/Carlos Espinola, die lange Jahre die Trainingspartner der Österreicher waren. Es war vorerst das letzte Mal, dass die Tornados bei Olympischen Spielen segelten, die spektakulären Tempobolzer wurden Opfer einer Klassen-Reduzierung.
Die Entscheidung, dass es ihre letzte Olympiakampagne ist, hatten Hagara/Steinacher aber schon vorher gefällt. Die Ursache für das Resultat vor Qingdao ist nicht in den wechselnden Windverhältnissen im schwierigen Revier zu finden, die Bedingungen lassen Hagara/Steinacher nicht aus Ausrede gelten, hatten sie doch 2007 die Preolympic-Regatta gewonnen. Vielmehr waren sie zeitlich in Verzug geraten, weil sie erst 2008 den Quotenplatz holten. Die Materialauswahl für die Olympia-Regatta trafen sie erst unmittelbar vor Beginn der Spiele, das Regattatraining blieb auf der Strecke. "Es ist ein Trugschluss, wenn man meint, man könnte das alles mit Routine wettmachen", sagte Steinacher, der am 9. September 40 Jahre wird.
Böses Windloch auf achter Wettfahrt
"Der Knackpunkt war die achte Wettfahrt, als wir wieder in ein Windloch geraten sind. Da wussten wir, dass es mit einer Medaille nichts mehr wird", erläuterte der 42-jährige Hagara, der ruhig und ohne große Emotionen Abschied nimmt. "Ich bin froh, dass es vorbei ist, wir haben extrem viel Zeit und Energie darauf verwendet. Ich bin müde und ausgebrannt und freue mich auf zu Hause, auf Ruhe und Abstand."
Jetzt wartet das Großboot auf das Duo
Nach einer Pause werden sich Hagara und Steinacher neuen Zielen widmen, beide streben Karrieren im Großboot an und werden auch in Zukunft gemeinsame Wege gehen. "Die Zeit für neue Herausforderungen wird kommen", weiß Hagara. Der America's Cup ist der Traum jeden Seglers. Des Tornadosegler derzeit sowieso, wird der Cup doch in naher Zukunft auf 40 Fuß langen Katamaranen ausgetragen. "America's Cup ist das Ziel, aber da muss man abwarten, bis der wieder auf gesunden Beinen steht. Es gibt auch andere Big-Boat-Projekte."
Starboot-Gold für Percy/Simpson
Die letzte Entscheidung vor Qingdao fiel im Star. Die Goldmedaille ging an die Briten Iain Percy/Andrew Simpson, die Brasilianer Robert Scheidt/Bruno Prada holten Silber, die Schweden Fredrik Lööf/Anders Ekström Bronze. Es war der vierte Qingdao-Titel für Großbritannien.
Spitzauer/Nehammer verpassten Medal Race
Die Starsegler Hans Spitzauer/Christian Nehammer haben bereits am Mittwoch die Teilnahme am Medal Race der olympischen Star-Regatta vor Qingdao verpasst. Die Österreicher landeten auf den Wettfahrträngen 4,12, und 14 und landeten an 12. Stelle des Klassements. Für Spitzauer hieß es damit Abschied nehmen von Olympia, er beendete seine Karriere im Zeichen der Fünf Ringe.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.