"Es tut mir leid"

Chinas Nationalheld Liu Xiang entschuldigt sich

Olympia
19.08.2008 10:50
Chinas Leichtathletik-Nationalheld Liu Xiang hat sich einen Tag nach seinem tragischen Aus im olympischen 110-Meter-Hürden-Wettkampf in Peking entschuldigt. "Es tut mir leid, ich möchte mich bei der ganzen Welt entschuldigen. Aber ich konnte wirklich nichts tun, die Schmerzen waren zu groß und unerträglich", sagte der 25-Jährige am Dienstag.

Der Weltmeister von Osaka und Olympiasieger von Athen hatte kurz vor dem Start zu seinem Vorlauf am Montag wegen einer Achillessehnenverletzung aufgeben müssen und die 91.000 Zuschauer sowie Millionen an den Fernsehschirmen in China geschockt.

"Es war unerträglich"
"Ich kann nicht beschreiben, was ich in diesem Moment gefühlt habe. Ich glaube nicht, was da passiert ist", meinte der Ex-Weltrekordler, der nach seiner Aufgabe ohne Kommentar aus dem Nationalstadion verschwunden war. Liu Xang ist neben Basketball-Profi Yao Ming der populärste Sportstar Chinas. "Ich habe mich beim Aufwärmen schon nicht gut gefühlt", erklärte der Athlet aus Shanghai. "Ich hatte sogar beim Joggen Schmerzen. Ich wollte durchhalten, aber es war unerträglich."

Vor zwei Wochen sei er im Training noch eine Spitzenzeit gelaufen, am Samstag war die Verletzung jedoch wieder aufgebrochen. "Ich hätte riskiert, dass meine Sehne reißt", sagte Liu Xiang. Er will nun seine Blessur in Ruhe auskurieren.

Keine Kritik in China
Von der chinesischen Öffentlichkeit gab es am Dienstag keine Kritik am angeschlagenen Helden. "Jeder versteht, warum Liu Xiang den Wettbewerb abbrechen musste. Wir wünschen ihm alles Gute", meinte Chinas Vizepräsident Xi Jinping, der Liu Xiang ermunterte, nach der Genesung "weitere große Ehre für sein Heimatland" zu holen.

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