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25.09.2017 - 21:25
Foto: AP

Blutiger Messer- Terror in Hamburg: Ein Todesopfer!

28.07.2017, 21:53

In einem Supermarkt in Hamburg hat ein Mann am Freitag mehrere Personen wahllos mit einem langen Messer attackiert und verletzt. Eines der insgesamt sieben Opfer verstarb noch am Tatort. Der Angreifer konnte wenig später festgenommen werden, die Straßen rund um den Supermarkt wurden von der Polizei abgesperrt. Augenzeugenberichten zufolge hat der Täter mehrfach "Allahu Akbar" (Gott ist Groß) gerufen. In einem Medienbericht war von einer den Behörden als Islamist bekannt geweser Person die Rede.

Die Polizei hat bisher folgende Daten zur Identität des Verhafteten bekannt gegeben: Er ist 26 Jahre alt und kam in den Vereinigten Arabischen Emiraten zur Welt. Die Staatsangehörigkeit müsse noch geklärt werden. Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zufolge handelt es sich um "einen Ausländer, der ausreisepflichtig" sei. Er habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er keine Papiere hatte, teilte Scholz am Freitagabend mit. "Zusätzlich wütend macht mich, dass es sich bei dem Täter offenbar um jemanden handelt, der Schutz bei uns in Deutschland beansprucht und dann seinen Hass gegen uns gerichtet hat." Scholz sprach von einem "bösartigen Anschlag". Den Opfern und Angehörigen drückte er sein Mitgefühl aus.

Medienbericht: Täter kam als Flüchtling nach Deutschland

Dem "Tagesspiegel" zufolge sei der 26- Jährige als Flüchtling nach Deutschland gekommen und habe in Hamburg eine einfache Beschäftigung gehabt. Bei seinem Angriff sei er religiös gekleidet gewesen. "Auch wenn das Motiv noch nicht ganz klar ist, müssen wir offenbar von einem Anschlag ausgehen", zitierte die Zeitung einen Sicherheitsexperten. Die Polizei bildete eine Sonderkommission unter Beteiligung der Mordkommission und des Staatsschutzes. Letzterer ist für politisch motivierte Delikte zuständig.

Der tödliche Angriff hatte sich gegen 15 Uhr in der Edeka- Filiale in der Fuhlsbüttler Straße ereignet. Nach dem tödlichen Angriff auf einen 50- jährigen Deutschen sei der Messermann vom Tatort geflohen. Der Flüchtende habe auf der Straße weitere Passanten mit dem Messer verletzt, hieß es seitens der Hamburger Polizei.


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"Hat auf Kunden eingestochen"

Der Täter sei mit einem langen Messer bewaffnet gewesen. "Der Mann hat auf Kunden eingestochen, dabei gab es einen Toten und mehrere Verletzte", sagte Polizeisprecherin Heike Uhde.

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Spurensicherung vor dem Supermarkt in Hamburg
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"Einzeltäter festgenommen"

Kurze Zeit später waren zahlreiche Polizeikräfte vor Ort und der Mann wurde dingfest gemacht. Die Straßen rund um den Tatort wurden weiträumig abgesperrt. Berichte, wonach sich noch ein zweiter Täter auf der Flucht befinden soll, wurden von der Polizei nicht bestätigt. Es handle sich um einen Einzeltäter, hieß es am Freitagabend.

Augenzeuge: "Er hielt Messer hoch und schrie 'Allahu Akbar'"

Ein Anrainer sah den Mann mit dem Messer in der Hand die Straße entlanggelaufen. "Dann hat er mal das Messer kurz hochgehalten und "Allahu Akbar" geschrien, das hat er zweimal gemacht", sagt Remo Pollio (53). Sein Tischnachbar, Ralph Woyna, berichtet: "Er hat das Messer in die Luft gehalten und dann "Allahu Akbar" gerufen - so habe ich das verstanden."

Auch dieser Augenzeuge gab an, dass der Täter, der "ein Mann südländischen Typs" sein soll, nach dem Niederstechen von drei Passanten "Allahu akbar" (Gott ist groß) geschrien habe:


"Leute bewarfen Täter mit Stühlen"

Woyna hatte die Angst gepackt, wie er gegenüber der Deutschen Presse- Agentur nach den Schockmomenten erzählte. "Das Adrenalin kommt dann schon." Er habe im Geschäft einen Stuhl in der Hand gehabt, um den Messerstecher auf Abstand zu halten, "falls er die Richtung ändert". Die beiden Männer beschreiben den Angreifer als groß, schlank, bekleidet mit T- Shirt und Jeans. "Ich habe vor allem auf das lange blutige Messer geachtet", sagte Woyna. Auch Shaylin Röttmer, 18- jährige Mitarbeiterin einer Bäckerei, sah den Messerangreifer vorbeilaufen: "Leute sind mit Stühlen hinter dem Täter hergelaufen und haben ihn damit beworfen."

Der Unternehmensverbund Edeka, zu dem der Supermarkt gehört, teilte am Abend mit: "Wir sind tief betroffen und möchten allen Opfern und ihren Angehörigen unser tiefstes Mitgefühl aussprechen."

Redakteurin
Michaela Braune
Redakteur
Gabor Agardi
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