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24.09.2017 - 07:23
Foto: APA/HERBERT PFARRHOFER

Meisterprämie fehlt noch: Zoff bei Aufsteiger Admira

28.06.2011, 10:41
Mit Innsbrucks Ex-Kapitän Andreas Schrott (zuletzt Anif) holte Bundesliga-Aufsteiger Admira am Montag Neuzugang Nummer fünf an Bord – und das an einem Tag, an dem es innerhalb der Mannschaft gewaltig rumorte: Da die Meisterprämie noch fällig ist, drängen die Spieler auf ein Gespräch mit Präsident Richard Trenkwalder.

Wahrlich keine leichten Zeiten für Admiras Boss und Mäzen! Donnerstagabend muss er vor dem Senat 5 der Bundesliga antanzen, um seine Version zum Vorwurf der doppelten Vertragsführung darzulegen. "Ich werde die Herren davon überzeugen, dass unser Modell rechtlich einwandfrei ist – mehr will und darf ich im Moment nicht dazu sagen." Abwarten, denn innerhalb des Senats macht der Vertreter der Gewerkschaft viel Druck in Richtung einer scharfen Sanktionierung.

"Spieler werden zu ihrem Geld kommen"

Überzeugungskraft wird Trenkwalder aber auch brauchen, wenn er am Mittwoch vor die Mannschaft tritt, um den Grund für das Ausbleiben der Meisterprämie zu definieren. "Die Adaptierung des Stadions aufgrund strengerer Sicherheitsvorkehrungen kostet uns 250.000 Euro. Ein Betrag, der im Budget nicht vorgesehen war", erklärt der 63- Jährige, "aber die Spieler werden demnächst zu ihrem Geld kommen."

Dass die medizinische Abteilung, Zeugwart und Platzarbeiter abgesehen von offenen Löhnen zurzeit nicht einmal Kapital für nötige Utensilien haben, ist ihm ebenfalls bekannt. "Auch das bekommen wir wieder in den Griff – aber Personalkosten nach einer Super- Saison wie der letzten in der Höhe von drei Millionen Euro verursachen unangenehme Nebenerscheinungen." Und einen Dämpfer für die Aufstiegseuphorie...

"Ich bin kein Mateschitz oder Stronach"

Der Chef eines Personaldienstleistungsunternehmens zeigt sich jedenfalls weit weniger spendierfreudig als andere Geldgeber im österreichischen Fußball. "Ich bin kein Mateschitz oder Stronach, da fehlt eine Dezimalstelle. Salzburg hat ein Budget von 50 Millionen Euro, wir 5 Millionen. Meine Firma hat die Wirtschaftskrise gespürt, da müssen wir uns nach der Decke strecken." Vom Fußball will sich Trenkwalder aber nicht zurückziehen. "Das ist eine langfristige marketingtechnische Überlegung, die mit dem Aufstieg voll aufgegangen ist."

Manager gefeuert - Autogrammstunde verschwitzt

Trainer Didi Kühbauer wünscht sich noch zwei Verstärkungen fürs Mittelfeld, womit sich Trenkwalder aus gegebenen Gründen nicht anfreunden kann. Eingespart wurde bereits im administrativen Bereich, wo Teammanager Armin Schiller geopfert wurde. "Weil dies unser Trainer so wollte", erklärt der Präsident. Beim letzten Test in Wieselburg hatte Schillers Fehlen unangenehme Folgen: Niemand wusste etwas von der vereinbarten Autogrammstunde, Admiras Zeugwart hätte den Spielbericht online verfassen sollen, was ohne Einschulung jedoch unmöglich ist. Schlecht für einen Klub, der darum kämpft, sein Image aufzupolieren.

28.06.2011, 10:41
Hannes Steiner, Kronen Zeitung/AG
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