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28.09.2016 - 02:13
Foto: APA/AFP/ANDREJ ISAKOVIC

Der Milliarden- Deal lässt auch Lauda schwärmen!

08.09.2016, 18:00

Es ist einer der größten Deals der Sportgeschichte. Was sich bereits seit Tagen abgezeichnet hatte, ist jetzt unter Dach und Fach: Das amerikanische Medienunternehmen Liberty Media kauft die größte Rennserie des Erdballs dem bisherigen Hauptgesellschafter CVC ab. Kaufpreis für die Formel 1: knapp vier Milliarden Euro. Außerdem werden Schulden in ähnlicher Höhe übernommen. Die Formel 1, die Königsklasse des Motorsports, ist dem neuen Besitzer somit fast acht Milliarden Euro wert.

Acht Milliarden Euro. Eine unvorstellbare Summe. Um die sich der dreifache Formel- 1-Weltmeister, einstige Luftlinien- Besitzer und heutige Mercedes- Boss Niki Lauda  etwa 48 Boeings 767 kaufen könnte. Oder Fußballfans 320- mal den derzeitigen Kader von Rapid Wien.  "Aber die Frage, ob die Formel 1 wirklich so viel wert ist, stellt sich nicht", so Lauda, "die Sache wurde nach den Summen bewertet, die bisher damit verdient wurden. Es fand sich um die Summe ein Verkäufer und ein Käufer - somit passt sicher auch der Preis absolut!"

Denn der Mega- Deal an sich lässt Lauda sogar schwärmen:

  • "Aus meiner Sicht ist diese Sache in jeder Hinsicht zu begrüßen. Weil Liberty Media neue Wege in der Vermarktung und so weiter einschlagen wird. Wir haben alle kritisiert, dass gewisse Dinge an der Formel 1 moderner werden sollten. Das wird jetzt der Fall sein. Etwa dadurch, dass man die Rennen auch auf iPhones besser verfolgen kann. Generell werden die neuen Medien viel besser genutzt werden."
  • "Die Fans dürfen sich somit ab der nächsten Saison auf ein in jeder Hinsicht noch größeres Spektakel freuen. Wobei das schon durch die Reglement- Änderungen garantiert ist. Die Autos werden um bis zu fünf Sekunden schneller sein. Ich war eben erst bei Mercedes- Tests mit den neuen, breiteren und größeren Reifen. Absolut vielversprechend. Viel mehr kann man sicherlich nicht bieten."

Wichtig ist für Lauda auch, dass der langjährige Formel- 1-Boss Bernie Ecclestone  unter den neuen Besitzern die Geschäfte weiterführt. Mindestens drei Jahre lang: "Seine Erfahrung ist unschätzbar. Auch in dieser Hinsicht wurde das Geschäft von beiden Seiten vollkommen richtig vollzogen." Eine Gefahr, die viele ohne Ecclestone für die Formel 1 sehen würden: dass Veranstalter, die jahrelang seinem Wort vertrauten, abspringen könnten.

Auch FIA begrüßt Engagement von Liberty Media

Neben Lauda äußerte sich auch der Automobil- Weltverband FIA grundsätzlich positiv zur Übernahme. "Wir begrüßen diese Langzeit- Investition in die Formel 1 durch ein Unternehmen, das ein so breites Portfolio im Bereich von Sport, Medien und Entertainment hat", sagte FIA- Präsident Jean Todt.  "Als Motorsport- Dachverband und Regulator anerkennen wir die weitreichende Expertise von Liberty Media in diesen Feldern und freuen uns auf eine enge Zusammenarbeit in der Zukunft, um die Formel 1 weiterzuentwickeln und sie neuen Generationen von Motorsport- Enthusiasten auf der ganzen Welt zugänglich zu machen", hieß es.

08.09.2016, 18:00
Peter Frauneder, Kronen Zeitung/AG/red
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