Foto: AP, iacoski.com

Nach Horror- Crash: Kommt das geschlossene Cockpit?

08.10.2014, 10:08
Nach dem Horror-Crash des Franzosen Jules Bianchi beim Grand Prix von Japan am Wochenende laufen in der Formel 1 die Sicherheitsdiskussionen auf Hochtouren. Ein Thema, das schon seit dem Unfall von Felipe Massa 2009 in Budapest in den Sicherheitsgremien besprochen wird, ist das geschlossene Cockpit. Wird dieses jetzt in der Motorsport-Königsklasse eingeführt?

"Bereits in Sotschi, wo am Wochenende der nächste Grand Prix stattfindet, wird es einen ersten Sicherheitsgipfel geben", kündigte Mercedes- Sportchef Toto Wolff an: "Solche Unfälle zu vermeiden hat die größte Priorität. Wir müssen rasch reagieren, ermitteln, ob man in Situationen wie vor dem Bianchi- Unfall immer sofort das Rennen neutralisiert und wann ein Bergekran auf die Strecke darf oder nicht. Aber es darf kein Schnellschuss gemacht werden. Erst brauchen wir alle Fakten."

Fahrer "unter Dach"

Eine mögliche Maßnahme: das geschlossene Cockpit. Dabei wäre der Kopf des Piloten nicht mehr im Freien, sondern gleichsam "überdacht" - mit einer Hülle aus Polycarbonat. Getestet wurde das Prinzip von der FIA bereits, in den Rennalltag hat es die Variante aber noch nicht geschafft.

Unter Experten ist das geschlossene Cockpit jedenfalls eine ernsthaft anzudenkende Variante. "Die Sicht ist zwar eingeschränkt, aber insgesamt ist es sicherer", meint etwa Ex- Fahrer Christian Klien. Lucas di Grassi, ebenfalls ein ehemaliger Formel- 1-Pilot, ließ via Twitter verlautbaren: "Seit meinem schweren Unfall 2009 bevorzuge ich geschlossene Cockpits."

"Kuppel hätte Bianchi nicht geholfen"

Vorstellen kann sich das auch Mercedes- Boss Wolff, auch wenn er sagt, dass es Bianchi nicht geholfen hätte. "Die Kuppel hätte es bei dem fürchterlichen Crash abgerissen." Dennoch ist das geschlossene Cockpit ein Thema. "Ich denke, dass Formel- 1-Autos auch mit einer Kuppel sehr spektakulär aussehen würden, wie Kampfjets. Also, warum nicht?" Sotschi wird bestimmt neue Erkenntnisse bringen.

08.10.2014, 10:08
red/Kronen Zeitung/AG
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