Sa, 18. November 2017

Brüche, Hämatome

11.10.2017 06:05

Baby zu Tode geschüttelt - Mordanklage gegen Vater

Nachdem ein erst knapp vier Monate altes Baby aufgrund von schweren Misshandlungen im Februar im Landesklinikum St. Pölten gestorben war, ist nun die Anklage gegen die Eltern des Säuglings fertig: Der Vater des Babys, ein 31-Jähriger, wird sich wegen Mordes vor Gericht verantworten müssen, die 27 Jahre alte Mutter wegen Quälens und Vernachlässigens wehrloser Personen mit Todesfolge.

Der kleine Bub war - wie berichtet - in der Nacht auf den 12. Februar in lebensbedrohlichem Zustand ins Landesklinikum St. Pölten gebracht und danach ins Wiener SMZ Ost überstellt worden. Dort starb der Säugling, Ärzte schlugen wegen mutmaßlicher Misshandlung Alarm. Das Kind hatte massive Verletzungen erlitten, die Mediziner stellten einen Schädelbruch, mehrere möglicherweise auch ältere Rippenbrüche und Hämatome an Armen und Beinen fest. Die Eltern wurden in U-Haft genommen, die 27-Jährige im August entlassen.

Schädeldach-Fraktur führte zu Atem- und Hirnlähmung
Gerichtsmedizinische Untersuchungen ergaben laut "Kurier" nun, dass der Säugling mindestens zweimal mit dem Kopf gegen eine harte Oberfläche geschleudert worden war. Eine Fraktur des Schädeldachs habe zu Atem- und Hirnlähmung geführt. Ältere Verletzungen wie u.a. Einblutungen an der Hirnhaut und den Augen wären Folgen eines Schütteltraumas.

Die Kindsmutter war mit Freundinnen in Wien unterwegs gewesen. Der Mann habe ihr per WhatsApp mehrmals geschrieben, dass er mit den schreienden Kleinen - dem Baby und seinem eineinhalb Jahre alten Bruder - überfordert sei. Als die Großmutter am Abend zu Hilfe kam, sei es für das Baby bereits zu spät gewesen, schrieb der "Kurier".

Kindsmutter zeigte Freund bereits wegen Körperverletzung an
Die Frau wolle von den vorangegangenen Misshandlungen nichts mitbekommen haben, obwohl sie selbst Gewalt ausgesetzt gewesen sei. Laut ihrem Anwalt Wolfgang Blaschitz habe sie ihren Mann bereits 2016 - damals lebte das Paar in Deutschland - wegen Körperverletzung angezeigt.

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Redaktion
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