Mo, 11. Dezember 2017

Zoff in Deutschland

16.06.2017 09:56

Zverev pfeift auf Heimturnier - Veranstalter sauer

Tennis-Star Alexander Zverev macht sich derzeit in seiner deutschen Heimat nicht gerade beliebt. Der 20-Jährige pfeift auf ein Antreten beim Sandplatzturnier in seiner Geburtsstadt Hamburg im Juli, obwohl er eigentlich einen gültigen Vertrag bis 2018 hat. Turnierdirektor und Ex-Weltklassespieler Michael Stich ist sauer.

Zverev hat sich in die Meldeliste für das parallel stattfindende Hartplatzturnier in Washington eingetragen. "Mit Alexander haben wir eine Fünfjahres-Vereinbarung, dass er bei seinem Heimatturnier startet. Die gilt noch bis 2018", so Stich. Der 48-Jährige, der bei der Pressekonferenz eigentlich über positive Dinge sprechen wollte, meinte außerdem: "Wir reden nicht über jemanden, der nicht da ist. Diese Aufmerksamkeit hat er nicht verdient."

Man werde für Zverev eine Wildcard zurückhalten, dass der 20-Jährige diese nutzt, glaubt Stich allerdings nicht. Wenn der deutsche Jungstar tatsächlich das Hamburger Turnier sausen lässt, muss er wahrscheinlich keine Vertragsstrafe zahlen. Denn die Organisatoren werden die Zusammenarbeit mit dem derzeit besten Spieler des Landes nicht belasten wollen.

Auch bei den Veranstaltern des Rasenturniers in Stuttgart, das in dieser Woche über die Bühne geht, hatte Zverev für Verstimmung gesorgt, weil er sich für ein Antreten beim Parallel-Turnier in 's-Hertogenbosch in den Niederlanden entschied.

Zverevs Entscheidung, lieber beim Hartplatzturnier in Washington aufzuschlagen als in Hamburg, ist aus seiner Sicht durchaus nachvollziehbar, denn er will sich auf die US Open Ende August vorbereiten. Und direkt nach Wimbledon bei einem Sandplatzturnier anzutreten, würde den Deutschen eine Woche Vorbereitung auf das Highlight in New York kosten. Dennoch ist der Ärger der Organisatoren verständlich.

krone Sport
Redaktion
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