Sa, 21. Oktober 2017

"Ist schicksalhaft"

23.01.2017 15:01

Wien: KAV-Boss reagiert mit Zynismus auf Kritik

Dauerbaustelle Krankenhaus Nord, der Gangbetten-Skandal und massive Mängel in der Krebstherapie in seinen Häusern - Udo Janßen, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes (KAV), ist ständiger Kritik ausgesetzt. Ihn selbst scheint das kaltzulassen: Am Montag fiel er wieder durch besonderen Zynismus auf.

Unmenschlich, zynisch, eiskalt - im Ö1-"Morgenjournal" zeigte sich Udo Janßen ganz von seiner unsympathischen Seite. Wie berichtet, fehlen in der Stadt sogenannte Linearbeschleuniger, die im Kampf gegen Krebs allerdings lebensnotwendig sind.

"Können Versäumnisse nur Zug um Zug bereinigen"
Auf die Kritik, dass diese Ausbaupläne (vier neue Geräte) für jene, die heute schon unter dieser heimtückischen Krankheit leiden, mitunter zu spät kommen, sagte Janßen: "Das ist sicherlich schicksalhaft und eigentlich nicht zu vertreten, aber wir können die Versäumnisse der letzten Jahre nur Zug um Zug bereinigen. In den letzten zehn Jahren hätten entsprechende Entscheidungen getroffen werden müssen."

"Schicksalhaft", "eigentlich nicht zu vertreten", die anderen sind schuld - man kann beinahe nur hoffen, dass kein Krebskranker dieses Herzlos-Interview im Radio mitanhören musste.

Janßen wurde auch gefragt, wie lange er diesen Job (etwa 24.000 Euro Gehalt) eigentlich noch machen wird. Antwort: "Solange die Eignerin noch will." Also die Stadt Wien bzw. die neue Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger ...

Michael Pommer, Kronen Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).