So, 17. Dezember 2017

20-jähriges Jubiläum

08.05.2016 08:58

Rapid: Gibt’s noch einmal so etwas wie in Brüssel?

Am Tag genau vor 20 Jahren stand Rapid Wien als bisher letzte österreichische Mannschaft in einem Europacup-Finale.

Heute kämpft Rapid im Pappelstadion von Mattersburg "nur" darum, zum dritten Mal in Serie  Vizemeister zu werden. Am Tag genau vor 20 Jahren, am 8. Mai 1996, stand aber ganz Österreich im Lager Rapids: als bis jetzt letzte heimische Mannschaft in einem Europacup-Finale!

Wird man das nochmals erleben und wenn ja, wann? 20.000 Rapid-Fans waren damals in Brüssel. Bundeskanzler Franz Vranitzky drückte vor Ort die Daumen. Der beeindruckende Vorstoß ins Finale über Petrolul Ploiesti, Sporting Lissabon, Dinamo Moskau und Feyenoord hatte hohe Erwartungen geweckt, die dann nicht erfüllt wurden - Paris  St.-Germain wäre kein übermächtiger Gegner gewesen! Typisch das einzige Tor knapp vor der Pause: Der linke Schienbeindeckel von Peter Schöttel fälschte einen  Freistoß von Innenverteidiger N’Gotty unglücklich ab.

Rapid damals wie das aktuelle Nationalteam
Ernst Dokupil, der Vater der Erfolgstruppe, weiß bis heute nicht, warum die Himmelsstürmer nicht in Schwung kamen, als es darauf ankam. Etwa Christian Stumpf nicht der "Büffel" war, der alles niedertrampelte. Er vergleicht heute Rapid von 1996 mit Österreichs aktuellem Erfolgs-Nationalteam. Mit Problemboys, die dem Rest der Mannschaft viel von der Angst und  medialen Aufmerksamkeit nehmen. Der Arnautovic von 1996 hieß für ihn Didi Kühbauer: "Wenn ich ihm sagte, du spielst gegen den Topstar XY, kam prompt als Antwort: Na und, wer ist das?"

Zwei aus der Finalbesetzung sitzen jetzt auf Rapids Trainerbank und bemühen sich um den Anschluss an damalige Erfolgszeiten: Zoran Barisic und Carsten Jancker, der zwei Monate später zu Bayern wechselte. Barisic erzielte damals beim ersten Match auf dem Weg ins Finale (3:1 gegen Ploiesti) das letzte seiner ganz seltenen Kopfballtore. Im Herbst ließ Rapid als Gruppensieger Erinnerungen an 1996 wach werden, heuer nicht mehr. Präsident Michael Krammer hat mit Seitenblick auf die Sensation Leicester leise Hoffnungen auf ein neues Europacupfinale. Aber wird sich Rapid so wie Leicester Einkäufe um 35 Millionen Euro leisten  können? Dazu wird auch das neue Stadion nicht reichen.

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