Di, 17. Oktober 2017

Nach Mega-Flop

20.03.2016 06:06

F1 stampft neuen Qualifying-Modus wieder ein!

Nach dem Mega-Flop von Melbourne kehrt die Formel 1 mit sofortiger Wirkung zum alten Qualifikationssystem zurück. Das haben die Teams am Sonntag einstimmig beschlossen. Tags zuvor hatte es nach dem erstmals angewendeten K.-o.-Format in Australien heftige Kritik und enttäuschte Zuschauer gegeben.

Dass die oft so zerstrittene "Königsklasse" auch rasch und einstimmig agieren kann, bewies man keine 20 Stunden später. Zu Sonntag-Mittag trafen alle Teamverantwortlichen an der Rennstrecke im Albert Park zusammen, keine 30 Minuten später war die Entscheidung gefallen, zum alten Format zurück zu kehren.

"Es war relativ einfach. Alle waren dafür, dass wir zum alten System zurückgehen", erklärte Niki Lauda, Aufsichtsratsvorsitzender von Mercedes. Zwar muss ein formaler Prozess die Regeländerung absegnen, der dreifache Weltmeister aus Österreich sieht dabei aber kein Problem.

Gilt schon für Bahrain
"Einfach, weil alle Teams das einstimmig beschlossen haben. Deshalb gilt es jetzt schon für Bahrain", erklärte Lauda. Im Insel-Königreich am persischen Golf steigt am 3. April der zweite WM-Lauf der Saison 2016.

Mit dem neuen Format war ein Ausscheidungsverfahren im K.o.System ausprobiert worden. Dadurch hätte es mehr Autos auf der Strecke, eine Durchmischung der Startaufstellung sowie ein finales Shootout um die Pole-Position geben sollen.

Der Schuss ging aber wie befürchtet nach hinten los, auch wenn sich Lewis Hamilton die Pole und beide Mercedes vor den Ferraris Reihe eins für den GP von Australien am Sonntag gesichert hatten. Allerdings stiegen am Samstag viele Piloten vorzeitig aus, in den letzten vier Minuten passierte gar nichts mehr. "Wir müssen uns entschuldigen für den Blödsinn. Und das machen wir, ich auch", sagte Lauda.

Das sah auch Red-Bull-Teamchef Christian Horner so. "Wir müssen uns bei den Formel-1-Fans für die alles andere als großartige Show entschuldigen", sagte der Engländer.

"Wir haben nicht erreicht, was wir erreichen wollten. Deshalb geht es nun zurück zum Vorjahres-System", ergänzte Horner, dem das Ganze ebenfalls leid tat. "Sorry. Das war nicht die Show, die die Zuschauer verdient hätten. Es wurde keine Spannung aufgebaut, die schnellsten Autos waren nicht immer auf der Piste. Es war schlicht zu kompliziert", sagte Horner.

Was alle verstehen
Auch Toto Wolff von Mercedes war froh über die Rückkehr. "Wir dachten, man könnte es interessanter machen. Jetzt kehren wir zu etwas zurück, das alle verstehen", sagte der österreichische Motorsport-Direktor.

Ein Kompromiss wäre laut Wolff keine Lösung gewesen. "Es wäre wieder nur kompliziert geworden. Es waren aber eh alle auf einer Seite."

Damit gilt ab Bahrain wieder das alte System. Dabei gibt es im einstündigen Qualifying zwar nach wie vor drei Sessionen, das Aus kommt für die langsamsten Autos aber stets erst nach Ablauf der jeweiligen Einheit und nicht wie am Samstag in Australien ausprobiert nach einem 90-sekündigem Intervall.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden