Sa, 18. November 2017

Gruber klärt auf

23.12.2015 10:30

Hirscher-Irrsinn: „Wie Wasserkübel aus 5. Stock“

Krach! Mit Highspeed rauscht das Sieben-Kilo-Geschoss zu Boden und zerbröselt (siehe Video oben). Unmittelbar davor rast Marcel Hirscher Richtung Bestzeit. Der Drohnen-Skandal vom Slalom in Madonna di Campiglio erhitzt auch am Tag danach die Gemüter. "Das hätte auch ganz anders ausgehen können", sagt Physiker und "Krone"-Kolumnist Werner Gruber im Talk mit sportkrone.at. Er vergleicht die Krafteinwirkung der herunterbrausenden Drohne mit "einem Kübel Wasser, den man aus dem fünften Stock eines Wohnhauses schmeißt".

Marcel Hirscher war baff. Als er im Zielraum nach dem Vorfall auf der Piste gefragt wurde, fauchte er grantig: "Eine unglaubliche Frechheit. Wer immer dafür verantwortlich ist - bitte passt's besser auf! Gar nicht auszudenken, was da passieren hätte können." Einiges, wie Werner Gruber, "Science Buster" und "Krone"-Kolumnist, erklärt: "Hätte das Teil einen Amateur-Sportler getroffen, der noch dazu keinen Helm trägt, hätte das durchaus tödlich ausgehen können."

Mit 50 km/h am Boden aufgeprallt
Die Drohne dürfte inklusive Kamera etwa sieben Kilo gewogen haben und flog 15 bis 20 Meter hoch. Bis es den Boden erreicht hat, hat das Gerät eine Geschwindigkeit von etwa 50 km/h aufgenommen. "Das ist vergleichbar mit einem vollen Wasserkübel aus, den man aus dem fünften Stock wirft. Marcel Hirschers Karriere hätte durchaus für ein Jahr unterbrochen sein können."

Kein tödlicher Ausgang
Tödlich wäre der Vorfall aber keinesfalls ausgegangen, meint Gruber: "Erstens war Hirschers Schädel durch den Helm gut gesichert. Zweitens darf man den Luftwiderstand nicht unterschätzen, der beim Absturz vorherrschte." Viel eher denkt Gruber deshalb an eine mögliche Verletzung der Wirbelsäule. Und auch diese wäre bei Hirscher weniger schlimm ausgefallen. "Dank seiner körperlichen Konsitution hätte er vieles abgefangen. Muskeln schützen", sagt Gruber.

Außerdem werden im Slalom ja nicht die Spitzengeschwindigkeiten wie etwa in der Abfahrt erreicht. "Hätte es sich um eine Abfahrt gehandelt, und wäre das Ding nicht hinter, sondern vor Hirscher abgestürzt, dann hätte es weit dramatischer ausgehen können. Dann wären nämlich auch noch die Sturz-Folgen dazukommen." Wie meinte Marcel Hirscher doch gleich nach dem Vorfall? "Nicht auszudenken, was da alles passieren hätte können."

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