Do, 23. November 2017

Deutsche Bundesliga

18.11.2015 17:04

Terror-Schock: „Dieser Abend wird alles verändern“

Die deutsche Bundesliga-Runde soll nach dem Terror-Alarm wie geplant stattfinden. Hannover-Klubpräsident Martin Kind rechnet mit dramatischen Folgen für den Fußball: "Dieser Abend wird alles verändern."

Kein gefundener Sprengstoff. Keine Verhaftungen. Und dennoch waren die Folgen des
Terror-Alarms um das abgesagte Länderspiel zwischen Deutschland und den Niederlanden am Tag danach überall spürbar. Bundesligist Hannover sagte aus "organisatorischen Gründen" das Vormittagstraining ab. "Uns konnte nicht garantiert werden, ob Stadion und Kabine begehbar und sicher sind!" Für Klub-Präsident Martin Kind nur der Anfang eines neuen Fußball-Zeitalters: "Dieser Abend wird alles verändern, dramatische Folgen für unseren  Sport haben."

Der Ruf nach erhöhten Sicherheitsstandards wird bereits laut: "In Italien gibt es seit 2005 personalisierte Eintrittskarten", sagt Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. "Jeder hat sich auf dem Flughafen schon mal geärgert, wenn es beim Sicherheits-Check dauert. Aber alles, was unserer Sicherheit dient, sollte uns wichtig sein." Notwendig sei jetzt ein einheitliches Konzept unter Federführung der Deutschen Fußball Liga.

Eintrittskarten mit Fingerabdruck?
Darüber hinaus dürften bald Eintrittskarten mit Fingerabdruck, Videoüberwachung und
Gesichtsfeld-Erkennung zum Thema werden. Einen ausgereiften Maßnahmenkatalog für den
Fall eines Anschlags gibt es nicht, weder vonseiten der Liga noch bei der Polizei. "Auf eine direkte Konfrontation mit  schwer bewaffneten und  kriegserfahrenen Attentätern sind wir denkbar schlecht vorbereitet", so der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt. Dennoch soll nach anfänglichen Bedenken die Bundesliga-Runde ab Freitag wie geplant stattfinden.

Ziel ist, dass wir Samstag gegen Leverkusen spielen. Aber wir können nicht sagen: Die Partie findet ohne Wenn und Aber statt. Das können nur die Sicherheitsbehörden", sagt Frankfurts Vorstandschef Heribert Bruchhagen. Auch Hertha-Trainer  Dardai rechnet mit einem Spiel gegen Hoffenheim: "Ich habe keine Angst. Würde ich die haben,  ürde ich nicht mehr zum Fußball gehen." Andere Sportveranstaltungen in Deutschland geben ebenfalls nicht klein bei - das Reitturnier in Stuttgart, das 50.000 Besucher anlockt, begann am Mittwoch wie geplant.
Der Boxkampf von WBO-Champion Abraham gegen den Briten Murray am Samstag in
Hannover soll über die Bühne gehen.

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