Mo, 23. Oktober 2017

Fenninger kämpft

12.11.2015 15:28

Anna in der Reha: Sie feiert schon wieder Siege

Anna Fenninger feiert schon wieder Siege - und auch wenn es vorläufig nur relativ kleine sind, verläuft die Therapie der so schwer verletzten dreifachen Weltmeisterin bisher weltmeisterlich.

Ihre Kolleginnen haben Quartier in den Rocky Mountains bezogen. Dort, wo sie sich im Februar gleich zweimal vergoldet hat. Und ihre Kolleginnen fiebern den kommenden Weltcup-Rennen in Aspen und Lake Louise entgegen.

Anna Fenninger wird der Gedanken daran nicht so leicht fallen. Sie hat andere Sorgen, ein ganz anderes Programm. Täglich kommt Kondi-Coach Peter Meliessnig zu ihr nach Schladming. Der Tagesablauf ist streng geplant, das Training zeitaufwändig und intensiv. Reha - die schwerste Arbeit mit dem Körper. Und naturgemäß ist es für die schnellste Frau der Pisten hart, die Langsamkeit zu entdecken: "Anna ist geduldig", lobt Meliessnig, "so geduldig, wie es für eine Spitzensportlerin eben möglich ist."

Meliessnig: "Sehr positive Momente"
Die großen Erfolge, die sind für die verletzte Gesamt-Weltcup-Siegerin vorläufig Geschichte - mit dem kaputten rechten Knie (Kreuzband, Meniskus, Patellasehne) gibt es derzeit nur kleine Siege zu feiern. "Wenn man die Motor-Schiene ein paar Grade nachstellen kann. Oder wenn ein Hauch mehr Sicherheit beim Auftreten da ist. Das sind schon sehr positive Momente", sagt der Trainer.

Vor zwei Wochen wurde Anna zur Sportlerin des Jahres gekürt - hier sehen Sie das Video:

Meliessnig weiß, wie der Hase in der Reha läuft. Er hat schon einige begleitet. Hermann Maier nach seinem Motorrad-Unfall. Hans Grugger nach seinem Kitzbühel-Sturz. Oder auch Mario Scheiber, Andi Buder, Thomas Graggaber und, und, und. Ja, er kennt das Leid der Bewegungs-Junkies mit den ach so vorsichtigen Bewegungen in der Reha.

Noch geht Fenninger mit Krücken. Aber die Bewegung des verletzen Knies wird immer besser. Und die Schwellung ist nur noch minimal spürbar. Meliessnig: "Die Arbeit im Wasser ist sehr hilfreich, es geht aufwärts." Der Gedanke an Ski ist bei Fenninger aber weit weg. Weiter weg noch als all die Kolleginnen in den Rocky Mountains. Annas Pisten-Vertrauter Meinhard Tatschl machte die Reise nach Übersee übrigens auch nicht mit: Er betreut stattdessen in der Heimat die verletzten Schneeberger und Moser.

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