Sa, 26. Mai 2018

Grenzübergang

09.11.2015 17:03

Mureck will kein zweites Spielfeld werden

Zehntausende Migranten haben in den vergangenen Wochen die Grenzübergänge in Spielfeld und Bad Radkersburg passiert. Nun gibt es politische Pläne, den Flüchtlingsstrom künftig auch über die Murbrücke in Mureck zu lenken. In der Region ist man über diesen Vorschlag alles anders als begeistert.

Der Grenzübergang Mureck soll dritter steirischer "Flüchtlings-Hotspot" werden: Diese Idee stammt von der Bundes-SPÖ (wir berichteten). Parteikollege und Bürgermeister Anton Vukan kann dem Vorschlag wenig abgewinnen: "Beim Grenzübergang ist es räumlich äußerst eng. Auf slowenischer Seite gibt es keine Wiese, auf der die Menschen warten können. Auch wir haben keine Unterbringungsmöglichkeit, es fängt gleich die Stadt an."

In den vergangenen Wochen haben nur vereinzelt Flüchtlinge über Mureck Österreich erreicht. Sie wurden sofort weitertransportiert. In einem Container machen zwei bis vier Polizisten 24-Stunden-Dienste.

Rotes Kreuz befürchtet Personalengpass
Auch der südoststeirische Bezirksrettungskommandant Simon Straßgürtl ist gegen eine "Öffnung" von Mureck: "In Bad Radkersburg schleusen wir bis zu 2200 Flüchtlinge am Tag durch. Hier funktioniert das Zusammenspiel mit Polizei und Bundesheer hervorragend. In dieser Qualität können wir sicherlich keinen zweite Stelle betreiben."

Eine Hürde wäre das Personal: In Bad Radkersburg arbeitet das Rote Kreuz fast ausschließlich mit freiwilligen Mitarbeitern, nur der Einsatzleiter ist ein Hauptberuflicher.

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