Fr, 24. November 2017

LA-Meeting in Peking

19.05.2015 13:39

„Respektlose Organisatoren“: Gatlin abgereist

Wegen "respektloser" Organisatoren ist US-Sprinter Justin Gatlin am Dienstag vor seinem geplanten Mittwoch-Start im Leichtathletik-Meeting in Peking abgereist. Man habe seine Teilnahme nicht gewollt, teilte der 33-Jährige mit, der am Freitag in Doha mit 9,74 Sekunden über 100 m geglänzt hatte.

"Sie haben mir keinerlei Respekt entgegengebracht und mich rausgeworfen", sagte Gatlin. In Doha habe der US-Amerikaner einen "krampfartigen Schmerz im Oberschenkel" verspürt und die Pekinger Meeting-Organisatoren vorgewarnt, dass er eventuell nicht starten könne. Doch nach einer Trainingseinheit am Montag gab der 33-Jährige nach eigenen Angaben wieder Entwarnung. Was dann passiert sei, "ist verrückt", sagte er.

"Ich dachte, ich würde starten. Ich habe mich gefreut, dass ich hierbleiben konnte. Aber sie haben mir offenbar unterstellt, ich würde mich schonen oder das Rennen nicht zu Ende laufen und am Ende trotzdem mein Startgeld verlangen", erzählte der Amerikaner. Den Medienberichten zufolge habe Gatlins Manager Renaldo Nehemiah am Montagabend einen Brief von den Verantwortlichen erhalten, mit dem sie den großen Star ihrer Veranstaltung wieder ausluden.

"Das war sehr teuer für sie", meinte Nehemiah, denn die Kosten für Flug und Hotel über rund 12.000 Dollar (10.536,48 Euro) habe man Gatlin bereits gezahlt. Die Organisatoren des Meetings haben sich noch nicht zu dem Fall geäußert. Mit Gatlins Vergangenheit als zweimal gesperrter Doping-Sünder soll seine Ausladung aber nichts zu tun haben. Im vergangenen Jahr gewann Gatlin das 100-m-Rennen in Peking in 9,87 Sekunden.

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