Fr, 25. Mai 2018

Landtagswahlkampf

28.04.2015 14:48

Herr Kunasek, Mut zur Lücke!

Die Eitelkeit ist ein Hund’, pflegt meine Oma zu sagen. Um augenzwinkernd, wenn ein vermeintlich eitler Geck an ihr vorbei scharwenzelt, das berühmte Friedrich-Torberg-Zitat anzuhängen: „Alles was ein Mann schöner is’ wie ein Aff’, is a Luxus...

Das zur Einbegleitung, für folgendes Wahlkampf-G’schichterl. FP-Spitzenkandidat Mario Kunasek – man entkommt ihm plakattechnisch nicht, das Land ist, liebe Leser, Sie sehen es an jeder Ecke, zugepflastert mit seinem Konterfei, scheint in obige Kategorie, die Eitelkeit ist gemeint, nicht das schön oder der Aff’, zu gehören.

Auf einem der Plakat-Sujets (siehe Fotos) blitzt und blankt es im Mund, die Haut ist babypopoglatt, einzig und allein die Haare sind gleich schön gegelt. Auf dem anderen Foto, es ist das offizielle Nationalratsbild von der Internet-Homepage parlament.gv. at, wird die Realität abgebildet.

Photoshop & Co. – das sind Computerprogramme, mit deren Hilfe man Menschen Fältchen im Gesicht ebenso glatt bügeln kann wie schütteres Haar zur Mähne machen – erlauben solche physische Veränderung ohne die plastische Chirurgie zu Hilfe nehmen zu müssen.

Aber den Leuten fällt’s sowieso auf, wenn man sie im Nahkampf trifft. Also was soll’s! Herr Abgeordneter Kunasek, Mut zur Lücke, im konkreten Fall, auch zur Zahnlücke. Die macht sie doch so unverwechselbar.

Oder waren es ihre Wahlkampfberater, die da so fuhrwerkten und sie hineintheatert haben? In diesem Zusammenhang wird ohnehin ein argumentatives Problem auf sie zukommen. Denn die 990.000 Euro, die sie angeblich für die Gesamtkampagne ausgeben wollen, die glaubt angesichts dieser Plakatflut ohnehin niemand mehr – die Leut’ sind doch nicht blöd. Vielleicht bräuchte es auch in dieser Hinsicht Mut. Mut zur Wahrheit, zum Beispiel!

Und noch einmal FPÖ: Die Landesroten schalten in ihrem Kurs gegen den blauen Hauptkontrahenten um ein Gangerl höher – und begeben sich zumindest im Bereich der Werbemittel auf Stammtischniveau.

Mit Bierdeckeln (siehe Grafiken) sollen von den FPlern verbreiteten Unwahrheiten aufgedeck(el)t werden. Sechs Sujets mit Karikaturen auf den Vorder- und Argumenten auf der Rückseite werden ab dem 1. Mai in Großauflage unter die Leute gebracht.

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