Fr, 24. November 2017

Karriereende

12.03.2015 12:00

Mario Matt: „Es hat keinen Sinn weiterzumachen“

Jetzt ist's offiziell: Mario Matt beendet seine so erfolgreiche Skikarriere. Am Donnerstag sagte er bei einer Pressekonferenz in St. Anton offiziell Adieu. "Es hat keinen Sinn weiterzumachen", so Matt. Ein Knochenmark-Ödem im Sprunggelenk macht es unmöglich, in dieser Saison überhaupt noch zu fahren. Nach Beratungen mit der Familie entschied er sich dann, die Karriere gleich zu beenden. "Ich habe im Laufe dieser Saison gemerkt, dass Skifahren nicht mehr das Allerwichtigste in meinem Leben ist", meinte Matt.

Die Sonne lachte. Als hätte sie eine Gaudi daran, was da im Zielstadion von St. Anton zur Mittagszeit über die Bühne ging. Dabei wäre ja vielleicht das eine oder andere Tränchen durchaus angebracht gewesen. Wie das halt bei einem Abschied so ist. Aber auch Matt gab derartigen Sentimentalitäten nicht nach. Er hielt sich tapfer – ohne irgendwie nahe am Wasser gebaut zu sein. "Ich werde meine Karriere beenden", sagte der 35-Jährige trocken. So, wie das eben einer macht, dem man immer nachsagte, dass er Eiswürfel spucken würde.

"Skifahren – das war immer mein Lebensinhalt"
Natürlich fiel ihm das nicht leicht. Wie denn auch? "Skifahren – das war immer mein Lebensinhalt", musste der Tiroler bei seiner Rücktritts-Pressekonferenz gestehen. Und wer weiß, ohne diese jüngste Verletzung kurz vor der WM. Und weil er zudem durch die vielen Ausfälle auf Platz 27 der Slalom-Weltrangliste zurückgefallen war, zog Matt den Schlussstrich. "Ich habe schon nach Olympia-Gold lange überlegt. Da hatte ich das Gefühl, dass die Zeit noch nicht reif ist. Ich war und bin im Slalom ja nach wie vor schnell. Aber…"

Schröcksnadel: "Du hast uns viel gegeben"
Und der Skiverband verneigte sich tief: "Du bist ein echter Skifahrer, du hast uns viel gegeben", lobte Präsident Peter Schröcksnadel. Und Direktor Hans Pum würdigte den dreifachen Weltmeister: "Matt war der Ur-Carver. An seinem Stil haben sich alle orientiert." 13 Kilometer von der Pressekonferenz entfernt, warteten 25 Araberpferde auf den zukünftigen Ski-Pensionisten: "Jetzt freue ich mich auf meine Pferde, auf längere Ausritte. Dazu das Lokal Krazy Kanguruh. Fad wird mir nicht…"

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