Fr, 15. Dezember 2017

Deutschland siegt

22.02.2015 17:25

Kombinierer verpassen bei WM Edelmetall: Platz 5!

Die Nordischen Kombinierer des ÖSV müssen bei der WM in Falun auf die Großschanze hoffen. Denn in den Bewerben vom kleineren Bakken gingen Bernhard Gruber und Co. leer aus. Lukas Klapfer, Philipp Orter und Sepp Schneider mussten sich am Sonntag im Teambewerb mit dem fünften Rang begnügen. Deutschland triumphierte erstmals seit 28 Jahren.

Die Deutschen hatten schon nach dem Springen geführt und feierten im 4 mal 5-km-Langlauf einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Tino Edelmann, Eric Frenzel, Fabian Rießle und Einzel-Weltmeister Johannes Rydzek holten den ersten Team-Titel für den DSV seit 1987 und ließen Olympiasieger Norwegen um 23,1 und Titelverteidiger Frankreich um 39,6 Sekunden hinter sich. Für Deutschland war es die dritte Goldene in Falun.

Schon nach Springen 28 Sekunden Rückstand
Den Österreichern, die 2013 in anderer Besetzung ebenfalls WM-Fünfte gewesen waren, fehlten nicht weniger als 30,9 Sekunden auf Edelmetall. Das Springen hatte bei Gruber und Orter viel besser geklappt als im Einzel, Neuling Schneider sprang sogar noch etwas weiter, doch Klapfer verlor viele Meter. Der Rückstand von 28 Sekunden auf Deutschland und 14 auf Frankreich erwies sich schließlich als zu groß.

Denn die gleichauf mit Österreich gestarteten Norweger skateten durch Magnus Moan auf Platz zwei, Orter büßte auf den starken Norsker im Finish 16 Sekunden ein. "Ich habe kämpfen müssen, um mitzuhalten, im letzten Anstieg war ich mit den Kräften schon ziemlich am Ende", meinte der dreifache Junioren-Weltmeister von 2014 nach seinem zweiten WM-Einsatz.

Lücke konnte nicht geschlossen werden
Das war eine Vorentscheidung zu Ungunsten des ÖSV-Teams. Denn Orters Kollegen mussten danach jeweils alleine laufen. Die Lücke zum Duo Norwegen und Frankreich, das sogar näher an Deutschland herankam, vermochten Klapfer und Gruber nicht zu schließen.

"Ich habe alles versucht, aber es ist schwierig, wenn die vorne zu zweit laufen", meinte der Steirer Klapfer, der mit Gruber 2014 Olympia-Bronze geholt hatte. Gruber meinte, man habe Edelmetall schon auf der Schanze vergeben. "Da hätten wir um zwei, drei Meter weiter hüpfen müssen. In der Loipe war es gegen diese Kapazunder schwer, die anderen waren diesmal stärker", musste der Salzburger zugeben.

Schneider, der anstelle von Wilhelm Denifl ins Quartett aufgenommen worden war, musste als Schlussläufer die starken Läufer Akito Watabe (Japan) und Alessandro Pittin (Italien), den WM-Zweiten im Einzel, herankommen lassen, holte im Dreier-Sprint hinter dem Italiener aber immerhin den fünften Platz. "Leider ist es sich nicht ausgegangen mit dem Podest", meinte der 23-jährige Vorarlberger. "Wir haben den Zug eigentlich schon deutlich verpasst, der Rückstand war schon zu groß."

"Keine Nasenbohrer"
Der Plan der Österreicher war, dass Orter im Windschatten von Moan an die Spitze heranlaufen sollte. Das klappte zwar zunächst, doch im letzten Abschnitt musste der Kärntner die drei Konkurrenten ziehen lassen. "Leider haben wir danach das Loch nicht mehr zugemacht. Das sind keine Nasenbohrer. Im Teambewerb haben wir gewusst, es gibt fünf, sechs gleich starke Nationen, heute waren vier besser als wir", musste Cheftrainer Christoph Eugen eingestehen.

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