Sa, 21. Oktober 2017

Aus U-Bahn gestoßen

19.02.2015 22:46

Chelsea-Rassisten droht lebenslanges Hausverbot

Nach einem rassistisch motivierten Übergriff von Chelsea-Fans auf einen dunkelhäutigen Franzosen hat der englische Spitzenklub rasch reagiert und am Donnerstag drei Personen mit einem vorläufigen Hausverbot belegt. Sollten sich die Anschuldigungen gegen das Trio als wahr herausstellen, drohe ein Stadionverbot auf Lebenszeit, so der Klub. Womöglich eine kleine Genugtuung für das Opfer der Chelsea-Fans.

Der betroffene Franzose hatte zuvor eine Bestrafung der Täter gefordert, er sagte der Zeitung "Le Parisien", die Verantwortlichen müssten gefunden und eingesperrt werden. Am Dienstag hatten ihn Chelsea-Anhänger vor dem Champions-League-Spiel bei Paris St.-Germain in einer Metro-Station am Einsteigen in einen Zug gehindert (siehe Video oben).

Dabei stimmten die Anhänger zudem den Schlachtruf an: "Wir sind rassistisch, wir sind rassistisch. Und so mögen wir es". "Mir war klar, dass das Anhänger von Chelsea waren, und ich sagte etwas im Zusammenhang mit dem Match am Abend", erklärte der aus einem Pariser Vorort stammende Mann.

Anti-rassistische Organisationen sollen helfen
"Mir war dabei auch klar, dass sie mich wegen meiner Hautfarbe attackierten." Was geschehen sei, dürfe nicht ungestraft bleiben. Während des Vorfalls habe er sein Handy verloren. Möglicherweise werde er noch zur Polizei gehen, in jedem Fall jedoch anti-rassistischen Organisationen berichten, sagte er.

Die Zeitung "Guardian" hatte den Vorfall mit dem Videomitschnitt eines in Paris lebenden Briten öffentlich gemacht.

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