Sa, 21. Oktober 2017

Kapitaler Fehlschuss

14.10.2014 15:41

Tiroler Radrennfahrerin von Jäger angeschossen

Die Tiroler Radrennfahrerin Christiane Koschier-Bitante ist beim Training vor einem Radrennen nahe der italienischen Stadt Vicenza von einem Jäger angeschossen worden. Die seit Jahren in der Nähe von Verona lebende 40-Jährige wurde von Schrotkugeln an einem Bein, einem Arm und an der linken Hüfte verletzt. Der Jäger gab gegenüber den Carabinieri an, er habe auf einen Hasen schießen wollen.

Christiane Koschier, die 1993 österreichische Meisterin im Straßenrennen wurde, war am Sonntagvormittag mit ihrem Lebensgefährten und anderen Radfahrern auf einer Straße unterwegs, um sich vor einem Rennen aufzuwärmen, als sie von den Schrotkugeln getroffen wurde.

Ermittlungen gegen Jäger laufen
Die gebürtige Innsbruckerin, die für das Amateurteam Fimap aus Verona fährt, wurde sofort von Ärzten behandelt, die bei dem Bewerb mit über 140 Teilnehmern im Einsatz waren. In einem Spital in Vicenza wurden ihr die Schrotkörner entfernt. Die Carabinieri leiteten Ermittlungen gegen den Jäger aus Padua ein, der sich offenbar zu nah an der Straße befunden hatte.

"Ich habe Glück gehabt, es hätte schlimm enden können, wenn mich die Kugeln am Hals oder am Kopf getroffen hätten. Ich habe einen Knall ganz in der Nähe gehört. Anfangs dachte ich, ein Reifen wäre geplatzt, doch dann habe ich sofort einen starken Schmerz gespürt und bin zusammengebrochen. Alles ist sehr schnell gegangen", wurde Koschier-Bitante in der Veroneser Tageszeitung "L'Arena" zitiert. Die Lust am Radfahren habe sie wegen des bösen Erlebnisses nicht verloren.

Tierschützer fordern Jagdverbot in Italien
Der Vorfall löste den Protest des Tierschutzverbands LAV aus, der sich gegen die Jagd in Italien einsetzt. In den drei Wochen Jagdzeit seien bereits drei Weidmänner getötet und fünf verletzt worden. Der Verband forderte einen sofortigen Jagdstopp in Italien.

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