Di, 17. Oktober 2017

Alonso pessimistisch

19.06.2014 15:55

„Sind derzeit überhaupt nicht konkurrenzfähig“

Die Dominanz von Ferrari, sie ist lange her. Bei den jüngsten Formel-1-Auftritten in Österreich hatte das Traditionsteam noch den Ton angegeben. Michael Schumacher gewann 2002 und 2003 in Spielberg. Ein Jahrzehnt später kämpft Ferrari um den Anschluss an die Spitze. "Wir sind derzeit überhaupt nicht konkurrenzfähig", gab sich Fernando Alonso am Donnerstag in Spielberg pessimistisch.

Teamkollege Kimi Räikkönen, 2007 immerhin der bisher letzte Ferrari-Weltmeister, hat als beste Saisonergebnisse überhaupt nur zwei siebente Plätze stehen.

Umstrukturierungen
Um der Durststrecke Einhalt zu gebieten, hat Neo-Teamchef Marco Mattiacci zahlreiche Umstrukturierungen in die Wege geleitet. Der frühere Nordamerikachef von Ferrari hat im April den glücklosen Stefano Domenicali beerbt. Er will die Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen verbessern - ein Plan, den er seinen Mitarbeitern in Maranello am Dienstag vor dem Österreich-GP präsentierte.

"Die Motivation ist groß", versicherte Mattiacci, den langjährige Mitarbeiter als Kämpfer charakterisieren. "Jedem ist klar, dass wir uns verbessern müssen. Es liegt noch viel Arbeit vor uns, aber es geht in die richtige Richtung."

Alsonso will unbedingt noch einmal den Titel
Die Geduld von Alonso wird allerdings bereits auf die Probe gestellt. Ohne einen dritten WM-Titel will er sich nicht aus der Königsklasse verabschieden, das hat der 32-Jährige zuletzt mehrfach betont. Seit 2010 fährt Alonso für Ferrari, sein Vertrag läuft bis 2016. Dennoch wurde der unzufriedene Weltmeister von 2005 und 2006 zuletzt immer wieder mit Konkurrenzteams in Verbindung gebracht.

In der Schumacher-Ära waren schier endlose Testfahrten eines der Erfolgsgeheimnisse von Ferrari gewesen. Mit der unlängst beschlossenen weiteren Beschneidung der Testkilometer aus Kostengründen kann Alonso nur wenig anfangen. "Ich verstehe das Kostenargument. Aber es ist der einzige Sport der Welt, in dem man nicht trainieren kann", erinnerte der Asturier. Das sei vor allem für junge Piloten schwierig.

Hoffen aufs Qualifying
Auf dem Red Bull Ring hofft Alonso zumindest auf ein starkes Qualifying. "Man muss eine perfekte Runde hinbekommen. Es ist eine sehr kurze Strecke, da kann man mit ein oder zwei Zehntelsekunden sehr viele Plätze gutmachen", sagte der Ferrari-Star.

Sein Team hat in der Steiermark bereits fünfmal gewonnen. Erfolgreicher war in der Geschichte des Grand Prix von Österreich nur McLaren mit sechs Triumphen. Der englische Traditionsrennstall hat seit einem vielversprechenden Saisonstart mit Podestplätzen für Jenson Button und Rookie Kevin Magnussen in Melbourne aber ebenfalls mit Problemen zu kämpfen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden