Sa, 18. November 2017

Ölkessel defekt

03.01.2014 13:13

Pflegebedürftige Frau stirbt bei Hausbrand in Wien

Tragischer Vorfall am Freitagvormittag im Wiener Bezirk Döbling: Beim Brand in einem erst kürzlich renovierten Einfamilienhaus kam eine 72-jährige pflegebedürftige Frau ums Leben. Die Tochter der Pensionistin konnte mit ihren beiden Kindern und dem Familienhund dem Feuer gerade noch entkommen. Die 72-Jährige jedoch starb in den Flammen. Das Feuer war von einem defekten Ölkessel ausgegangen.

Wie Polizeisprecherin Adina Mircioane mitteilte, war das Feuer gegen 9 Uhr in dem Einfamilienhaus in der Kuchelauer Hafenstraße ausgebrochen. Ein defekter Ölkessel dürfte den Brand ausgelöst haben, obwohl der 52 Jahre alte Hausbesitzer das Heizsystem erst im Dezember neu hatte einbauen lassen.

Rauchgasvergiftung und Verbrennungen
Die Flammen griffen rasch um sich, binnen weniger Minuten stand ein Teil des Gebäudes, das erst im Herbst für rund 50.000 Euro renoviert worden war, in Vollbrand. Die Ehefrau des Besitzers konnte sich mit ihren beiden bereits erwachsenen Kindern - die Tochter ist 26, der Sohn 18 Jahre alt - in letzter Sekunde vor dem Feuer retten. Während Letztere eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten, zog sich die 50-Jährige Verbrennungen im Gesicht zu, zudem hatten auch ihre Haare Feuer gefangen.

Für die Pensionistin - die 72-Jährige war seit Längerem ans Bett gefesselt, stark übergewichtig und wurde von ihrer Familie zu Hause gepflegt - gab es jedoch keine Rettung mehr. Da sich der Brand immer weiter ausbreitete, gelang es den Angehörigen nicht mehr, zu ihr vorzudringen und sie aus dem brennenden Gebäude zu retten. Auch die Einsatzkräfte kamen zu spät: Die 72-Jährige wurde erst im Zuge der Brandbekämpfung im Haus gefunden, sie war bereits tot.

Doppelter Schicksalsschlag für Familie
Das Feuer, das zwischenzeitlich auch auf das Dach übergegriffen hatte, konnte durch einen umfassenden Löschangriff unter Kontrolle gebracht werden. Sechs Fahrzeuge mit rund 30 Feuerwehrmännern standen dabei im Einsatz. Während des Brandes kam es durch die starke Rauchentwicklung zu Sichtbehinderungen auf der nahe gelegenen Bahnstrecke der ÖBB sowie auf der Heiligenstädter Straße.

Die Familie muss nun gleich zwei Schicksalschläge verkraften: zum einen den tragischen Verlust eines Familienmitglieds, zum anderen den Verlust ihres Zuhauses - das Gebäude wurde von den Flammen so stark beschädigt, dass es einsturzgefährdet und derzeit nicht mehr bewohnbar ist.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden