Di, 17. Oktober 2017

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03.10.2012 14:23

Handydiebstahl: Polizei setzt auf Smartphone-Ortung

272 Handy-Diebstähle sind im ersten Halbjahr 2012 in Österreich angezeigt worden. Die Polizei geht daher nun einen neuen Weg bei der Jagd auf Mobiltelefon-Räuber und macht von den Ortungsmöglichkeiten von Smartphones Gebrauch. Besitzern eines solchen wird deshalb geraten, entsprechende Ortungs-Apps zu installieren und zu aktivieren, so das Bundeskriminalamt am Mittwoch.

Findige Hersteller bieten schon seit Längerem Ortungs-Apps für Mobiltelefone an. Damit können die meisten Smartphones, wie etwa das iPhone mittels der Funktion "Mein iPhone suchen", problemlos ausfindig gemacht werden. "Die Initiative muss allerdings vom Geschädigten selbst ausgehen", so Bundeskriminalamtssprecher Mario Hejl. Das habe datenschutzrechtliche Gründe.

In Verbindung mit der Aktivierung, dem tatsächlichen Funktionieren der Ortung, die durch das Opfer eben selbst vorgenommen werden muss, der sofortigen Anzeige bei der nächsten Polizeiinspektion und einer Personenbeschreibung bestehe nun die Möglichkeit der raschen Ausforschung der Täter. Die Polizei könne dann durch eine Sofortfahndung einschreiten, dabei sei es auch möglich, dass Geschädigte aktiv an der "Jagd" teilnehmen und mit einem Streifenwagen mitfahren, um den Täter schließlich eindeutig identifizieren zu können.

"Handyraub zahlt sich nicht aus"
Ende August wurde so beispielsweise ein Dieb von der Wiener Innenstadt bis nach Hütteldorf verfolgt und festgenommen. Eine Frau war - wie berichtet - in einem Kaffeehaus gesessen, als jemand ihre abgestellte Handtasche nahm und davonmarschierte. Pech für den Dieb: Er hatte mit der Tasche auch das Handy entwendet. Per Ortungsprogramm nahm die Polizei die elektronische Fährte auf, welche die Beamten und das Opfer bis nach Wien-Hütteldorf führte. In der Hütteldorferstraße erkannte die Bestohlene den Verdächtigen wieder.

Laut Bundeskriminalamt nimmt ab sofort jede Polizeidienststelle in Österreich diesen Ermittlungsansatz wahr und geht ihm nach - vorausgesetzt, eine entsprechende Ortungs-App ist aktiviert und funktioniert. "Insbesondere jugendliche Handydiebe sollen sich in Acht nehmen: Handyraub zahlt sich nicht aus", so Hejl.

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