So, 25. Februar 2018

70-Tonnen-Quader

23.08.2011 11:38

"Schwebender" OP-Saal an Wiener Spital befestigt

Ein "schwebender" Operationssaal? So etwas gibt es tatsächlich. Zumindest kurzfristig konnte ein solcher in Wien bestaunt werden, als dieser im zweiten Stock an der Außenfassade des Herz-Jesu Krankenhauses befestigt wurde (Bilder). "Die Platzierung dieser OP-Raumzelle erfolgte direkt über einer befahrenen Straße. Damit werden weder der Verkehr noch Fußgänger behindert", erklärte Lieselotte Peretti, leitende Architektin des Projektes.

Ein 300 Tonnen schwerer Autokran war am Freitag aufgefahren, um die einzelnen Container-Komponenten auf die bereits bestehende Gerüstebene (weitere Bilder) zu hieven. Nach Abschluss der Platzierung begannen die Innenarbeiten. Bereits bei der Anlieferung beinhaltete der Operationssaal unter anderem Türen, Fenster, Decken-, Wand- und Bodenbeläge sowie sämtliche Installationen und Leuchten. Es erfolgen noch Installations-, Technik- sowie Montagearbeiten. So wird aus einem Container schließlich ein hochmoderner OP-Saal aus Stahl.

Bis 2017 "schwebt" der OP-Saal an der Außenfassade
Er entspricht laut Peretti allen Normen, Vorschriften und Standards von medizinischen Gebäuden. Die Inbetriebnahme des OP-Saals an der Außenfassade des Krankenhauses erfolgt voraussichtlich in der Woche vom 6. September. Hintergrund für den ungewöhnlichen Zubau ist ein Auftrag der Stadt Wien an das Krankenhaus, seine Bettenkapazität zu erhöhen, d.h. auch mehr Patienten im operativen Bereich versorgen zu können. Bis 2017 sollen die Umbauarbeiten abgeschlossen sein, dann soll auch der "schwebende" OP-Saal wieder demontiert werden.

Komplizierte Anlieferung des 70-Tonnen-Quaders
Die spektakuläre Anlieferung des schwebenden OP-Saals von Cadolzburg in Deutschland in den 3. Wiener Gemeindebezirk fand bereits am 19. August statt. Um 2 Uhr nachts war die rund 70 Tonnen schwere OP-Raumzelle, die bereits im Werk fast gänzlich zusammengebaut worden war, vor Ort. Letztlich waren es drei Teile, deren Transport planmäßig mit Spezial-Tiefladern erfolgte.

Die besondere Herausforderung bei der Anlieferung lag in den zahlreichen Straßenbaustellen, in der Belastbarkeit der Wiener Donaubrücken und in den Kurvenradien der Straßenkreuzungen bis in die Rabengasse. Für das aufwendige Bauprojekt ist die Rabengasse entlang des Herz-Jesu-Krankenhauses bis voraussichtlich 5. September gesperrt.

Am Tag der offenen Tür (15. Oktober von 11 – 15 Uhr) besteht für Besucher des Herz-Jesu-Krankenhauses die Möglichkeit, den einzigartigen OP-Saal zu besichtigen.

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden