Di, 12. Dezember 2017

Premier League

13.08.2010 15:59

In England gibt's in der neuen Saison die alten Favoriten

Die neue Premier-League-Saison in beginnt am Samstag mit den altbekannten Favoriten und einem "Dark Horse". Neben Titelverteidiger Chelsea, Manchester United, Arsenal und Liverpool geht Manchester City als die große Unbekannte ins Rennen. Der wohl reichste Klub der Welt war bisher am Transfermarkt mit Abstand am aktivsten - zumindest ein Platz unter den Top-Vier und damit eine mögliche Teilnahme an der Champions League 2011/12 wird angestrebt.

Allerdings scheint sogar der erste Meistertitel für die "Citizens" seit 1968 nicht ausgeschlossen. "Es ist lange her, seit Manchester City Meister war. Aber obwohl wir eine neue Mannschaft sind, gibt es keinen Grund, warum wir Chelsea und United nicht herausfordern können", betonte City-Trainer Roberto Mancini.

ManCity investiert 88 Millionen Euro
Immerhin investierte der Budgetkrösus bisher kolportierte 88 Millionen Euro in die neuen Spieler David Silva (Valencia), Yaya Toure (Barcelona), Jerome Boateng (HSV) und Aleksandar Kolarov (Lazio). Das Ende der Fahnenstange ist damit aber noch nicht erreicht, weitere Hochkaräter wie Zlatan Ibrahimovic (Barcelona), James Milner (Aston Villa) oder Mario Balotelli (Inter Mailand) könnten mit den Millionen von Scheich Mansour bin Zayed al Nahyan in die Eastlands von Manchester gelotst werden.

Chelsea hält sich zurück
Vergleichsweise zurückhaltend zeigte sich Roman Abramowitsch, der zweite schwerreiche Mäzen der Premier League. Für den brasilianischen Teamspieler Ramires, der als Nachfolger von Michael Ballack agieren soll, wurden zwar 22 Millionen Euro hingeblättert, ansonsten wurden lediglich Ergänzungsspieler wie Yossi Benayoun geholt. "Wir sind weiter als im Vorjahr", meinte Meistertrainer Carlo Ancelotti.

ManU knapp bei Kasse
Noch knapper ist offensichtlich Manchester United bei Kasse. Der Vizemeister nahm um insgesamt 25 Millionen lediglich die Sturm-Talente Javier Hernandez aus Mexiko und Bebe aus Portugal sowie Chris Smalling unter Vertrag. Überalterte Vereinsikonen wie Ryan Giggs, Paul Scholes, Gary Neville oder Edwin van der Sar gehen in ihre wohl letzte Saison bei den "Red Devils", die derzeit gemeinsam mit Liverpool mit 18 Titeln als Rekordmeister firmieren.

Liverpool bläst zum Angriff
Bei den "Reds" fand die Ära von Trainer Rafa Benitez nach sechs Jahren ihr Ende, sein Nachfolger Roy Hodgson schaffte es, die beiden Top-Stars Steven Gerrard und Fernando Torres zum Bleiben zu überreden. Außerdem wechselten u.a. der englische Teamspieler Joe Cole, der Serbe Milan Jovanovic, der Däne Christian Poulsen und Abwehr-Talent Danny Wilson an die Anfield Road, wo man den enttäuschenden siebenten Platz der Vorsaison so schnell wie möglich vergessen möchte, aber weiterhin noch auf der Suche nach einem Käufer ist.

Fabregas bleibt bei Arsenal
Arsenal will mit der 12,5 Millionen Euro teuren Verpflichtung des Innenverteidigers Laurent Koscielny die Abgänge von William Gallas und Mikael Silvestre kompensieren, große Hoffnungen werden auch in den ablösefrei von Bordeaux engagierten Stürmer Marouane Chamakh und in den von den zuletzt an die Bolton Wanderers verliehenen englischen Neo-Teamspieler Jack Wilshere gesetzt. Der 18-Jährige könnte langfristig Kapitän Cesc Fabregas ersetzen, der zumindest vorläufig von einem Wechsel zu Barcelona abgehalten worden ist und zur Erleichterung von Coach Arsene Wenger noch eine Saison im Norden Londons anhängt.

"Wir haben eine gute Mannschaft, die um den Titel mitspielen kann", versicherte Wenger, der mit dem Lokalrivalen Tottenham Hotspur und Everton bis zu sieben Teams auf der Rechnung hat. "Die Liga ist definitiv noch härter zu gewinnen. Das ist aber eine Herausforderung und gut für uns alle." Die erste Bewährungsprobe für die "Gunners" steigt schon am Sonntag mit dem Auswärtsspiel gegen Liverpool.

Chelsea empfängt am Samstag Aufsteiger West Bromwich Albion, Manchester United bekommt es am Montag in Newcastle ebenfalls mit einem Premier-League-Rückkehrer zu tun. Das erste Spiel der neuen Saison wird am Samstag zur Mittagszeit an der White Hart Lane angepfiffen, wo Manchester City Revanche an Tottenham nehmen will - die "Spurs" hatten City im Mai in letzter Sekunden den Platz in der Champions-League-Qualifikation weggeschnappt. Aston Villa, Rapids Gegner im Europa-League-Playoff, trifft vor eigenem Publikum mit Interimscoach Kevin MacDonald auf West Ham United.

Mini-Beitrag aus Österreich
Österreichs Beitrag zur neuen Saison in der wohl stärksten Liga der Welt dürfte sich in Grenzen halten. ÖFB-U21-Teamspieler Andreas Weimann scheint zwar offiziell im Profi-Kader von Aston Villa auf, hat sich jedoch mit prominenter Konkurrenz im Angriff herumzuschlagen. Paul Scharner ist nach seinem Abschied von Wigan Athletic derzeit vereinslos, könnte aber noch mit Verspätung bei einem Premier-League-Klub landen.

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