Di, 22. Mai 2018

Schicksalsschlag

05.08.2010 08:32

Österreicher verbrennt bei Lkw-Unfall nahe Venedig

Schlimmer Schicksalsschlag für eine junge Familie aus Osttirol: Der 33-jährige Ehemann und Vater zweier Kinder kam am Dienstag bei einem schweren Lastwagen-Unfall in Monastier in der Nähe von Venedig ums Leben. Der Kraftfahrer arbeitete für ein Transportunternehmen aus Stuhlfelden und sollte in Verona Natursteine abholen. Jetzt will sein Chef der Familie helfen.

Josef Brückl aus Sillian kannte die Strecke gut: Er war mehrmals mit seinem Lkw nach Italien gefahren. Dienstag früh lieferte er in Jesolo eine Ladung Holz ab. Von dort ging es weiter über die A4 in Richtung Venedig nach Verona. Doch bei Monastier kam es um 7.40 Uhr zu dem Unglück. Der Osttiroler fuhr auf einen Lkw auf. Der Lastwagenlenker hinter ihm konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und prallte mit voller Wucht gegen das Fahrzeug des 33-Jährigen. Das Führerhaus fing Feuer. Für den Osttiroler kam jede Hilfe zu spät.

Sein Arbeitgeber Klaus Huber erfuhr wenig später vom Unfall: "Er arbeitete seit sieben Jahren für uns und war ein zuverlässiger Fahrer", so Huber. Er wollte der Witwe die tragische Nachricht selbst überbringen. Gemeinsam mit einem Rot-Kreuz-Psychologen fuhr er nach Sillian. Für die Frau brach eine Welt zusammen. Sie steht nun mit den Kindern (10 und 6) alleine da. Erst vor zwei Monaten starb ihr Vater, vor zwei Jahren verlor sie ihren Bruder.

Klaus Huber und seine Mitarbeiter wollen sie aber unterstützen: "Wir helfen, wo wir können." Der Lenker war bei der Firma versichert. Die Summe, die jetzt ausbezahlt wird, kommt natürlich seiner Familie zugute.

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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