Do, 26. April 2018

Abfahrt in Kitzbühel

16.01.2018 08:10

„Es darf nicht wieder so brandgefährlich werden!“

 Die Bilder der Streif-Abfahrt 2016 sind noch in allen Köpfen. Die "Krone" sprach mit den Sturz-Opfern Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal.

Die Stars wünschen sich auf der gefährlichsten Piste der Welt ein Spektakel. Aber eines, das im Rahmen bleibt. Nicht wie 2016. Als die Hausbergkante Hannes Reichelt und Aksel Lund Svindal so brutal abwarf, dass selbst Arnold Schwarzenegger der Atem stockte. Am Dienstag steigt das erste Training.

"Es darf nicht wieder so brandgefährlich werden wie vor zwei Jahren", sagt Hannes Reichelt mit Blick auf den eher bescheidenen Wetterbericht für die kommenden Tage. Mit 37 Jahren ist der Salzburger der Routinier im Abfahrtsfeld. Und gemeinsam mit Aksel Lund Svindal war er das prominenteste Opfer der Sturzorgie von 2016.

"Kitzbühel hat einen derartigen Stellenwert für unseren Sport. Da schauen so viele Menschen zu. Trotzdem muss man aus den Fehlern von 2016 lernen, darf nicht auf Biegen und Brechen ein Rennen durchpeitschen", sagt Reichelt. Der aber gemäß seiner Natur positiv bleibt: "Hoffen wir, dass uns der Wettergott doch noch Sonnenschein schickt."

Flutlicht auf der Streif
Und wenn nicht, dann haben die Kitzbüheler und der Weltverband FIS vorgesorgt. Denn auf der Hausbergkante steht seit letztem Jahr eine Flutlichtanlage. Die man 2017 nicht brauchte, die aber jetzt wohl zum ersten Mal in einem Rennen angeworfen wird. "Und wenn die Sicht passt, dann ist für uns eigentlich alles fahrbar", sagt Reichelt. Der bei seinem Horror-Sturz recht glimpflich davonkam, schon eine Woche später wieder in Garmisch startete. Norwegens Superstar Svindal hatte es da schon schwerer erwischt: Riss des Kreuzbandes und des Meniskus im rechten Knie.

"Wie Monte Carlo"
Die Folgen spürt Svindal noch heute, dennoch kommt er als Nummer eins des Abfahrt-Weltcups. Der Champion über die Tücken der Streif: "Kitzbühel ist das Monte Carlo des Skisports. Die Formel-1-Fahrer picken dort beim kleinsten Fehler in der Betonmauer, da gibt es keine Knautschzone. Und auch für uns gilt in Kitz: Fehler absolut verboten!" Die Startzeit des ersten Trainings wurde aufgrund der Wetterprognose auf 10.15 Uhr vorverlegt.

Alex Hofstetter, Kronen Zeitung

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