Kaufberatung: So finden Sie das richtige Produkt in unserem Fritteuse Vergleich 2020

Das Wichtigste in Kürze
  • Eine Fritteuse ist das Küchengerät, das Sie benutzen können, um Lebensmittel in heißem Öl auszubacken. Das Grundprinzip ist bei jeder klassischen Fritteuse gleich: Ins heiße Fett kommen die Lebensmittel, die frittiert werden sollen – also beispielsweise Pommes.
  • Der Fritteusen-Vergleich 2020 zeigt bei den technischen Daten vor allem die Leistung als wichtiges Kaufkriterium. Die Wattzahl entscheidet darüber, wie schnell Sie essen können bzw. wie schnell das Fett heiß genug zum Frittieren ist.
  • Das Fassungsvermögen, also wie viel Platz die Fritteuse für Pommes und Co. bietet, ist ein wichtiges Entscheidungskriterium, denn: Je mehr Esser am Tisch sitzen, desto größer sollte auch das Fassungsvermögen sein.

fritteuse test

Pommes in den Frittierkorb, Deckel schließen und schon verwandelt das heiße Fett im Inneren der Fritteuse die Kartoffelstäbchen zu knusprigen Pommes. Es sind Geschmackserlebnisse wie diese, die die Fritteuse in vielen Haushalten zum wichtigsten Küchengerät machen.

Mittlerweile bekommt das brodelnde Frittierfett Konkurrenz von heißer Luft, denn Heißluftfritteusen, die das Frittiergut ohne Fett frittieren, sind die neuen Stars in der Küche ernährungsbewusster Familien. Was die Modelle eint, was sie unterscheidet und worauf im Einzelnen zu achten ist, verrät dieser Ratgeber.

1. Welche Arten von Fritteusen gibt es?

Ursprünglich dachte jede Hausfrau beim Gedanken an eine Fritteuse zunächst an eine Fritteuse mit Fett. Doch mittlerweile bekommt die Fritteuse mit Fett Konkurrenz von der Heißluftfritteuse und dem Kaltzonen-Modell. Grund genug für die Stiftung Warentest sowohl der Fritteuse mit Fett als auch der Heißluftfritteuse einen Test zu widmen.

Was die einzelnen Modelle eint und was sie unterscheidet, zeigt die folgende Tabelle:

Fritteuse mit Fett Fritteuse mit Heißluft Kaltzonen-Fritteuse
+ intensiver Frittier-Geschmack
+ große Produktauswahl
+ günstige Fritteusen
+ einfach in der Handhabung
- hoher Fettgehalt
- größere Geruchsbelastung
- Gefahr durch heißes Fett
- aufwendige Reinigung
+ deutlich weniger Fettgehalt der Lebensmittel
+ keine Geruchsbelastung
+ zahlreiche Zubereitungsvarianten durch vielseitiges Zubehör
+ geringes Unfallrisiko
- weniger Produktauswahl
- höhere Kosten
+ Öl sinkt an den Außenwänden ab
+ Lebensmittelreste verbrennen nicht
- aufwendige Reinigung des Heizelements
- höhere Kosten

Fazit der Krone.at-Redaktion: Möchten Sie eine Fritteuse kaufen, die Pommes und Schnitzel im Fett frittiert, ist die klassische Fritteuse mit Öl die richtige Wahl. Stören Sie sich am Geschmack von Verbranntem, ist der Typ “Kaltzonen-Fritteuse” besser für Sie geeignet. Figurbewussten raten wir zur Fritteuse ohne Fett, also zur Fritteuse mit Heißluft, dem Airfryer.

2. Kaufberatung: Welche Werte sind laut diversen Fritteuse-Tests im Internet beim Kauf einer Fritteuse entscheidend?

Heißluftfritteuse

Eine Heißluftfritteuse ist die gesunde Alternative zur Fritteuse mit Fett.

Die meisten Fritteusen sind freistehend. Das heißt, Sie holen sie dann aus der Speis oder aus dem Keller, wenn Sie sie benötigen. Damit einher geht auch die Antwort auf die Frage, wo eine Fritteuse am besten gelagert werden kann – nämlich gerade stehend an einem Ort, der für Kinder nicht erreichbar ist.

Bezüglich der Materialwahl gilt: Eine Fritteuse aus Edelstahl lässt sich besonders gut reinigen, Modelle aus Kunststoff sind hingegen leicht an Gewicht.

Ob Ihre neue Fritteuse eckig oder rund sein soll, hat vor allem optische Gründe, ist inhaltlich aber wenig bedeutsam.

2.1. Welche Leistung haben die besten Fritteusen?

Die Wattzahl der Fritteuse zeigt Ihnen, wie lange das Gerät braucht, um aufzuheizen. Dieser Wert, der in diversen Test von elektrischen Geräten zum Frittieren im Internet zwischen 1.400 und über 2.000 Watt liegt, ist vor allem bei einer Fritteuse mit Öl wichtig. Bei diesen Typen zeigt die Wattzahl an, wie schnell das Öl in der Fritteuse erhitzt. Bei einer Fritteuse ohne Fett sind 1.300 Watt ausreichend.

Betrachten Sie die Leistung der Fritteuse mit Blick auf das Fassungsvermögen und bedenken Sie diese Faustformel: Je mehr Sie in der Fritteuse erhitzen können, desto höher sollte die Leistung sein.

2.2. Welches Fassungsvermögen passt?

Fritteuse Doppelkammer

Eine Gastro-Fritteuse erkennen Sie auf den ersten Blick an der Doppelkammer.

Bei der klassischen Fritteuse mit Fett ist es die Fettfüllmenge, bei der Heißluftfritteuse ist es die Größe des Garraums, die ein entscheidendes Kriterium ist, wenn Sie eine Fritteuse kaufen.

  • Als Single sind Sie mit einer Mini-Fritteuse gut beraten. Sie brauchen nur wenige Liter Öl und das Erhitzen funktioniert deswegen recht schnell. Sie könnten die Mini-Fritteuse sogar als Camping-Fritteuse nutzen.
  • Eine Fritteuse in Familiengröße erkennen Sie am Fassungsvermögen, denn es gilt diese Faustregel: Das Verhältnis von Fett/Öl zum Frittiergut soll bei 4:1 liegen. Das heißt für Sie: Wird Ihre Familie mit einem Kilogramm Pommes satt, sollte die Fritteuse ein Fassungsvermögen von 4 Kilogramm haben. Dann kann Ihre Familie zeitgleich Pommes essen. Ansonsten müssen Sie eben in mehreren Etappen Pommes frittieren.
  • Eine Gastro-Fritteuse gehört ganz eindeutig in die Kategorie der großen Fritteusen. Sie gehören in eine Großküche und sind nicht Gegenstand unseres Vergleichs. Oft handelt es sich bei diesen Gastro-Fritteusen um Einbau-Fritteusen. Zudem erkennen Sie Gastro-Fritteusen an der Doppelkammer.

2.3. Gibt es sinnvolles Zubehör für eine Fritteuse?

Die Extras der einzelnen Modelle sind recht unterschiedlich. Heißluftfritteusen haben häufig ein ganzes Set an Zubehör. Manche Modelle haben einen drehbaren Frittierkorb („Rotofriteuse“), der auch ohne Korb und dafür mit Spießen als Mini-Gasgrill genutzt werden kann, obwohl die Fritteuse natürlich elektrisch betrieben wird.

Eine Anzeige der Temperatur und ein Timer sind hingegen die Standards in allen Modellvarianten, heißt es in diversen Fritteusen-Tests im Internet. Zudem gehören in der Regel die Geräte zu den Fritteuse-Testsiegern, die spülmaschinenfest sind.

3. Stichwort Sicherheit: Was ist beim Frittieren zu beachten?

Friteuse Öl

Bevor Sie die Fritteuse reinigen können, gießen Sie das Fett ab. Am einfachsten funktioniert das mit einer Fritteuse mit herausnehmbarem Ölbehälter.

Das Wichtigste beim Frittieren ist die Sicherheit. Sie sollten sich auf jedem Fall davon überzeugen, dass die Fritteuse den Sicherheitsstandards entspricht.

Sie erkennen eine gute und sichere Fritteuse an folgenden Merkmalen:

  • gut zu verschließender Deckel, idealerweise mit Spritzschutz
  • sicherer Stand
  • gute Markenqualität
  • regelbare Temperatur
  • gut sitzender Frittierkorb

Die Fritteuse sollte einen stabilen und standsicheren Eindruck machen. Sie finden viele Modelle im Fachgeschäft oder auch bei Discounter wie Hofer oder Lidl.

3.1. Steht die Fritteuse unter der Dunstabzugshaube wirklich richtig?

Geruch

Heutzutage sind die meisten Modelle mit einem speziellen Geruchsfilter ausgestattet. In der Regel besteht dieser aus Carbon. Diese Fasern nehmen den Geruch auf und binden ihn. So steigt nur wenig Geruch auf. Einen Kohlefilter können Sie in der Spülmaschine reinigen. Er sollte allerdings nach etwa 70 bis 80 Anwendungen ersetzt werden.

In vielen Haushalten ist es üblich, die Fritteuse beim Frittieren unter die laufende Dunstabzugshaube zu stellen. So soll der Fettgeruch sofort abziehen und verteilt sich nicht im gesamten Haus. Allerdings ist dies ein weit verbreiteter Irrglaube – und kann sogar gefährlich werden.

In der Regel besitzen Dunstabzugshauben einen Filter, welcher mit einer Fettschicht vom Kochen belegt ist. Diese Fettschicht kann sich leicht entzünden. Sollte ein Fettbrand entstehen, breitet sich dieser rasant in der ganzen Küche aus. In der Fritteuse entsteht nämlich Dampf. Er wird über den Deckel abgegeben. Sollte sich nun durch die Hitze die Fettschicht auf dem Filter der Dunstabzugshaube entzünden, schießt der Wasserdampf empor und sorgt in Sekundenschnelle für einen riesigen Feuerball.

Löschen Sie diesen Brand niemals mit Wasser, sondern entziehen Sie ihm den Sauerstoff, indem Sie mit einer Decke den Brand abdecken. Sollte sich der Brand ausbreiten, rufen Sie sofort die Feuerwehr.

So geht’s richtig: Zum Frittieren stellen Sie ihre Fritteuse am besten auf einen freien Platz in der Küche und öffnen Sie eventuell ein Fenster, um den Fettgeruch nach draußen zu leiten. Lassen Sie die eingeschaltete Fritteuse niemals ohne Aufsicht. Wenn Sie alle Sicherheitsregeln beachten, ist Frittieren genauso sicher wie das Kochen am Herd.

3.2. Wie kann das Öl der Fritteuse richtig entsorgt werden?

Altes Frittierfett darf niemals in der Toilette oder im Ausguss landen. Es kann die Rohre verstopfen und belastet die Umwelt. Füllen Sie das alte Fett in eine alte Flasche oder einen Karton und entsorgen Sie es dann im normalen Hausmüll. Manche Recyclinghöfe verfügen über eine Sammelstelle für altes Frittierfett. Wenn Sie Ihre Fritteuse mit festem Fett betreiben, können Sie dieses in festem Zustand in Zeitungspapier wickeln und ebenfalls im Hausmüll entsorgen.

Tipp der Krone.at-Redaktion: Besonders praktisch in der Handhabung sind – laut diversen Fritteusen-Tests im Internet – Fritteusen mit herausnehmbarem Ölbehälter. Tendenziell geht dabei weniger daneben. Eine Faustregel, wie oft das Fett gewechselt werden sollte, lautet: Nach etwa 15 bis 20 Betriebsstunden sollten Sie den herausnehmbaren Ölbehälter Ihrer Fritteuse leeren.

4. Wie lässt sich eine Fritteuse reinigen?

Fritteuse

Nur eine Fritteuse mit Fett zaubert richtig knusprige frittierte Leckereien.

Das Reinigen einer Fritteuse ist eine relativ aufwendige Angelegenheit. Das Fett setzt sich überall in der Fritteuse ab und hängt in der kleinsten Ritze. So funktioniert die Reinigung Schritt für Schritt:

    1. Entfernen Sie vor der Reinigung das Fett aus der Fritteuse. Viele moderne Geräte besitzen einen Fettbehälter, welcher aus dem Gerät gehoben werden kann. So können Sie ganz leicht das Fett abgießen. Sollten Sie zum Frittieren festes Fett benutzen, müssen Sie dieses vor dem Reinigen kurz erhitzen, um es umgießen zu können.
    2. Spülen Sie den Behälter anschließend mit heißem Wasser und etwas Spülmittel. Manche Behälter dürfen sogar in die Spülmaschine. Bei Geräten, in denen der Behälter fest integriert ist, können Sie das gesamte Gerät kippen und vorsichtig das Fett ausgießen. Nehmen Sie zum Auffangen des alten Fetts am besten einen Behälter, den sie anschließend in der Restmülltonne entsorgen können.
    3. Der Frittierkorb kann bei den meisten Geräten ebenfalls in die Spülmaschine.
    4. Wischen Sie mit einem Lappen und mit heißem Wasser das Gehäuse der Fritteuse gründlich ab.
    5. Zum Schluss müssen Sie dafür sorgen, dass alle Einzelteile der Fritteuse gründlich trocknen. Sollten Sie noch etwas nass sein, kann das Fett beim ersten Benutzen nach dem Reinigen spritzen.
    6. Wenn die Reinigung abgeschlossen ist, können Sie neues Fett einfüllen.

5. Wichtige Fragen und Antworten rund um die Fritteuse aus der Krone.at-Redaktion

5.1. Welche Marken sind gängig in der Kategorie der Fritteusen-Hersteller?

Tefal, Philips, Delonghi, Moulinex, Clatronic, Caso, Kessler und Quigg sind die bekanntesten Hersteller von Fritteusen.

5.2. Was lässt sich besonders gut frittieren?

Pommes, Schnitzel und Cordon Bleu sind die Fritteusen-Klassiker. Darüber hinaus können Sie Kroketten und andere Teigprodukte sowie Fisch, Fischstäbchen und sogar Krabben und Gemüse frittieren. Sogar Süßspeisen wie Berliner und Spritzgebäck funktionieren gut in der Fritteuse. In der Fritteuse Chips zu machen, wird hingegen schief gehen.

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