Schlagwort

Asperger-Syndrom

Beschreibung
Das Asperger-Syndrom (AS) ist eine Variante des Autismus, welche sich von anderen Varianten vor allem dadurch abgrenzt, dass im Regelfall weder eine Intelligenzminderung noch eine Entwicklungsverzögerung der Sprache vorliegt. Wie alle Formen von Autismus ist das Asperger-Syndrom angeboren und – sofern es überhaupt als Krankheit verstanden werden kann – nicht heilbar. Merkmale sind, neben Besonderheiten und Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion und Kommunikation, Unterschiede bei der Wahrnehmung und Reizverarbeitung (dazu gehören v. a. sensorische Über- und Unterempfindlichkeiten und Schwierigkeiten bei der Reizfilterung) sowie häufig außergewöhnliche Interessen und Begabungen.Beeinträchtigt ist vor allem die Fähigkeit, nichtsprachliche Signale (Gestik, Mimik, Blickkontakt) bei anderen Personen zu erkennen, diese auszuwerten (zu mentalisieren) oder selbst auszusenden. Das Kontakt- und Kommunikationsverhalten von Personen mit Asperger-Autismus kann dadurch merkwürdig und ungeschickt erscheinen. Da ihre Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt leicht als wunderlich wahrgenommen. Gelegentlich fällt das Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Inselbegabung zusammen.Das Asperger-Syndrom ist nicht nur mit Beeinträchtigungen, sondern auch mit Stärken verbunden (etwa in den Bereichen der Wahrnehmung, der Selbstbeobachtung, der Aufmerksamkeit oder der Gedächtnisleistung). Ob es als Krankheit oder als eine Normvariante der menschlichen Informationsverarbeitung eingestuft werden sollte, wird von Wissenschaftlern und Ärzten sowie von Asperger-Autisten und ihren Angehörigen uneinheitlich beantwortet. Uneinig ist sich die Forschergemeinschaft auch darüber, ob man im Asperger-Syndrom ein qualitativ eigenständiges Störungsbild oder eine abgeschwächte Variante des frühkindlichen Autismus sehen sollte. Grundbedingung für die Diagnose eines Asperger-Syndroms ist jedoch, dass es zu Beeinträchtigungen in mehreren Lebensbereichen kommt (siehe Kriterium C im DSM). Im DSM-5 und der ICD-11 (Neufassung der ICD von 2018) wurde die Klassifikation von Autismus deutlich geändert. Man gab die traditionellen Subtypen (z. B. frühkindlichen Autismus, atypischen Autismus oder das Asperger-Syndrom) ganz auf und fasst nun alle Erscheinungsformen in einem allgemeinen Spektrum autistischer Erkrankungen (Autismus-Spektrum-Störungen, ASS) zusammen. Grund hierfür war die zunehmende Erkenntnis in der Wissenschaft, dass eine klare Abgrenzung von Subtypen (noch) nicht möglich ist – und man stattdessen von einem fließenden Übergang zwischen milden und stärkeren Autismusformen ausgehen sollte.
Quelle: Wikipedia

Alle Artikel

Aktuelle Schlagzeilen
Nach Scheitern am LASK
Koller: Schwerer Radsturz und Schulterverletzung
Fußball International
Lob von Ministerin
Schiri unterbricht Spiel wegen homophober Gesänge
Fußball International
Cuisance UND Werner?
Bayerns Transfer-Endspurt: Auch Top-Talent im Boot
Fußball International
Amtshandlung vor Tat
Seniorin (83) erstochen: Verdächtiger geständig
Niederösterreich

Themen finden

Top Themen

Newsletter