06.11.2007 16:21 |

Unmenschlich

Arbeiter nach Spitalsbesuch bei Sohn entlassen

Dieser Fall schockiert nicht nur die Experten der Arbeiterkammer (AK): Ein Arbeiter einer Spedition in Tirol wurde entlassen, weil er sich nach einem Unfall um seinen zweijährigen Sohn gekümmert hat. Am Telefon wurde ihm sein sofortiger Rauswurf mitgeteilt. „Rechtlich unhaltbar, menschlich ein Armutszeugnis“, sagt die AK Tirol dazu.

In der Arbeitsrechtlichen Abteilung der AK ist man ja einiges gewohnt, was den immer wieder vorkommenden schlechten Umgang mit Arbeitnehmern betrifft. Aber dieser Fall schlägt dem Fass den Boden aus und macht selbst erfahrene Juristen betroffen.

Ein Arbeiter einer Speditionsfirma wird telefonisch darüber informiert, dass sein zweijähriger Sohn in der Kinderspielgruppe einen Unfall mit schwerer Kopfverletzung erlitten hat. Unverzüglich teilt der aufgeregte Vater seinem Arbeitgeber mit, dass er sich um seinen verunglückten Sohn kümmern muss und bringt diesen sofort ins Spital. Dort wird der Kleine stationär aufgenommen.

Der Arbeiter ruft in der Firma an und fragt, ob er nicht am nächsten Tag frei bekommen könnte, um sich im Krankenhaus um seinen Sohn kümmern zu können. Kaltschnäuzig teilt ihm der Arbeitgeber per Telefon mit, dass er sofort entlassen sei. Experten der AK werden nun dem entlassenen Arbeiter helfen, sein Recht durchzusetzen.

Symbolbild

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