Fr, 22. Juni 2018

Besuch am Grab

11.10.2007 14:08

Hamilton will Senna die Ehre erweisen

WM-Leader Lewis Hamilton will seinem Idol Ayrton Senna nach dem Finale der Formel-1-Saison am 21. Oktober in Brasilien die Ehre erweisen. Der 22-jährige Engländer will nach dem Rennen das Grab des 1994 tödlich verunglückten Brasilianers auf dem Morumbi-Friedhof in Sao Paulo besuchen. "Es wäre emotional und bewegend, dorthin zu gehen", erklärte Hamilton, der zum Zeitpunkt von Sennas Tod neun Jahre alt gewesen war.

In seiner Kindheit war Senna das größte sportliche Vorbild Hamiltons gewesen. "Er war einfach unglaublich", schwärmte der junge Brite, der wie Senna mit gelbem Helm fährt. Nicht nur deshalb wird Hamilton bereits mit dem legendären Brasilianer verglichen, der am 1. Mai 1994 beim Grand Prix von San Marino in Imola im Williams in der Tamburello-Kurve tödlich verunglückt war. Ein trauriger Tag - für die gesamte Formel 1 wie auch für Hamilton.

Der Engländer könnte seinem Vorbild am Sonntag in einer Woche in Brasilien ein Stück näher rücken, indem er seinen ersten Weltmeistertitel einfährt. Senna hatte sich die Krone 1988, 1990 und 1991 insgesamt dreimal aufgesetzt. Hamilton führt vor dem Saisonfinale vier Punkte vor seinem McLaren-Mercedes-Stallrivalen Fernando Alonso und sieben vor Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen.

Die Anspannung ist groß. Daher will Hamilton das Senna-Grab auch erst nach dem Saisonfinale besuchen. "Es ist wichtig, dass ich mit einem klaren Kopf ins Rennwochenende gehe. Es wäre zu emotional, davor dort hinzugehen", begründete der 22-Jährige, der bereits am vergangenen Wochenende in China die Chance auf den vorzeitigen Titelgewinn gehabt hatte. Hamilton wurde allerdings von einem Reifenproblem gebremst und schied erstmals in dieser Saison aus.

"Es war schon ein harter Schlag, zu wissen, dass der WM-Titel dagelegen ist und ich ihn nicht geholt habe. Aber die Möglichkeit ist weiter da", betonte Hamilton. "Ich bin immer noch in Führung und habe sehr viel Vertrauen in mich selbst. Ich bin eigentlich sehr cool, denn ich bin immer noch in der besten Position." Die Rückschläge in China haben ihn laut eigenen Angaben mental stärker werden lassen. Ein zweiter Platz in Interlagos würde Hamilton bereits zum Titel reichen. "Ich weiß, dass ich kein Risiko eingehen darf."

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