13.10.2002 13:45 |

Unglaublich

Österreich holt 2-0 Auswärtssieg!

Nach einer durchwachsenen ersten Halbzeit hat Österreich in Hälfte 2 eine glänzende Auswärtspartie hingelegt und völlig verdient mit 2-0 in Minsk gegen Weißrussland gewonnen.
Andi Herzog hatte vor dem Match noch gefordert,dass auf Sieg gespielt wird. In Hälfte 2 kamen die Österreicherder Forderung ihres Kapitäns schließlich auch nach.Waren die ersten 45 Minuten von Mittelfeldk(r)ampf geprägt,zeigten die Burschen von Hans Krankl in Hälfte 2 das wahrscheinlichbeste Auswärtsmatch in den letzten 3, 4 Jahren. Durch Torevon Schopp (56.) und Akagündüz (90.) sicherte sich dieösterreichische Nationalmannschaft einen absolut verdientenAuswärtssieg und die Führung in der EM-Quali-Gruppe3 - damit hätte wohl vor der Partie niemand gerechnet.
 
Schopp sorgt für die Führung,Akagündüz für den Todesstoß
Die Österreicher hatten in der ersten Hälfte bereitshinten dicht gemacht und die Weißrussen am 16er festlaufenlassen. In der 2. Hälfte begann Österreich auch selbstetwas für das Spiel zu tun und damit waren die Weißrussenletztendlich doch überfordert. Der verdiente Lohn: Das 1-0durch Markus Schopp in der 56. Minute per Kopf aus einem von RomanWallner getretenen Corner.
Damit hatten die Österreicher plötzlich wieder dasSelbstvertrauen, das in den letzten Monaten komplett weg war.Besonders erfreulich: Nach dem Führungstreffer ließsich Österreich nicht zurückfallen, sondern gab weiterGas. Logische Folge war zunächst die Rote Karte fürLukwitsch (84.), der den durchbrechenden Akagündüz (fürden unermüdlich rackernden Wallner gekommen) nicht mit fairenMitteln halten konnte. In der 90. Minute krönte Akagündüzdie tolle Leistung seines Kurzeinsatzes mit dem 2-0 nachdem derweißrussische Goalie einen Herzog-Schuss (war in der 80.Minute für Kharaman gekommen) nicht bändigen konnte.
Am Ende war die Freude bei den geprügelten Österreichernverständlicherweise große. Die Weißrussen, diesich zuvor selbst als Favoriten gesehen hatten, konnten nur mithängenden Köpfen vom Feld traben.
 
Fazit
Das österreichische Team hat sich in Minsk erstmalsseit dem 1-1 in Israel in der letzten WM-Quali auch auswärtswieder so kämpferisch präsentiert, wie man es sich voneinem Nationalteam erwarten darf. Mehr noch: Auch spielerischging vor allem in der zweiten Hälfte viel auf und es gabmehr als nur einen oder zwei ansehbare Spielzüge. Als Entdeckungdes Spiels darf vielleicht Volkan Kharaman vonPasching gesehen werden. Erstmals spielte er von Beginn an imNationalteam (insgesamt erst sein zweiter Einsatz), gleich auswärtsund er schlüpfte sofort in die Rolle, die davor immer IvicaVastic ausgefüllt hatte: spielstarke, hängende Spitze.Kharaman zeigte sich am Ball unheimlich stark und band immer wiederein, zwei gegnerische Verteidiger. Einziger kleiner Nachteil:Manchmal war Kharaman noch zu verspielt und verzögerte einenSpielzug etwas. Alles in allem aber eine Prachtpartie von Kharaman,der von den Weißrussen nie in Griff zu bekommen war. ZweiterLichtblick: Markus Schopp. Seitdem er bei Bresciawieder öfter zum Zug kommt, scheint es bei dem Steirer wiederaufwärts zu gehen. Dichtete die rechte Seite ab und sorgteauch für gefährliche Vorstöße. Krönteseine Leistung mit dem 1-0 per Kopf. Wie gut der vereinslose AlexanderManninger derzeit in Form ist, bleibt weiterhin ein Rätsel- er hatte im ganzen Spiel keinen Ernst zu nehmenden Ball zu halten,was wohl als Lob für die starke 3er-Verteidigunggelten darf, die keine großen Chancen für die Weißrussenzuließ und vor allem kaum ein Kopfballduell verlor. Im Sturmtat sich neben Roman Wallner vor allem MuhammadAkagündüz hervor. Der Rieder sorgte bei seinemKurzeinsatz für ständige Gefahr, ein Foul an ihm sorgteletztlich für eine rote Karte für den WeißrussenLukwitsch. Jetzt darf man auf das Match am kommenden Mittwochgegen Holland in Wien gespannt sein!
Samstag, 19. Juni 2021
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